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02.11.2020

#AlarmstufeRot – Protest der Münchner Bühnen

#AlarmstufeRot – Protest der Münchner Bühnen Gasteig München GmbH

Vom 2. bis voraussichtlich 30. November wurde von der Bayerischen Staatsregierung erneut die Schließung aller Bühnen angeordnet. Nach dem gemeinsamen offenen Brief ihrer Intendantinnen und Intendanten an Ministerpräsident Markus Söder setzen die Bühnen nun erneut im Schulterschluss ein Zeichen.

Während der Dauer der Schließung werden die Bayerische Staatsoper, das Residenztheater, der Gasteig, das Gärtnerplatztheater, das Prinzregententheater, das Staatstheater Augsburg sowie das Deutsche Theater jeweils von 16:30 bis 22 Uhr rot beleuchtet.

Dieses Statement soll unter dem Motto #AlarmstufeRot das Augenmerk auf die besondere Situation der Kulturschaffenden richten. Die Tatsache, dass umfangreiche Hygienekonzepte vorliegen und erprobt sind, findet bei der Entscheidung keine Berücksichtigung. Des Weiteren wird außer Acht gelassen, dass kulturelle Einrichtungen mehr als bloße Freizeiteinrichtungen sind. Die Ensembles der beteiligten Theater formulieren dies in einem offenen Brief: »Auf die gesellschaftliche Lage kreativ zu reagieren und Denkanstöße anzubieten, ist unsere Kunst. Eine Kunst, die in diesen Zeiten Halt geben kann und muss.«

Auf Initiative der Münchner Philharmoniker fand am Montag, den 2. November, zusätzlich die Aktion #SangUndKlanglos statt, um die Aufmerksamkeit von Regierung und Öffentlichkeit für die Not der Kulturschaffenden zu gewinnen. Um 20 Uhr sind die Münchner Philharmoniker, das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, die Bayerische Staatsoper, die Staatskapelle Berlin und viele andere Orchester zum Konzert aufgetreten, haben aber nicht musiziert, sondern nach ca. 20 Minuten Stille die Bühnen wieder verlassen. Video vom Stille-Protest

Auf der Internetseite alarmstuferot.org gibt es eine Social Media Wall, auf der die Beiträge aller Teilnehmer gesammelt sichtbar werden, die unter den begleitenden Hashtags gepostet, geteilt und veröffentlicht werden.

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