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26.05.2021

Kunst trotz Krise: Wie geht es Kreativen im Lockdown? Folge 6

Kunst trotz Krise: Wie geht es Kreativen im Lockdown? Folge 6 Anker für ihr Team: Diana Iljine Sonja Calvert

»Kino wieder dort erleben zu können, wo es am schönsten ist«, das wünscht sich Diana Iljine für alle Filmbegeisterten. Die Festivaldirektorin des Filmfest München und Nico Weber, Jazzmusik-Student an der HMTM, erzählen uns diesmal, wie sie in Pandemie-Zeiten in die Zukunft planen.

Diana Iljine
Festivaldirektorin des Filmfest München

Wie geht es Ihnen?

Bislang bin ich mit meinem Team gut durch die Pandemie gekommen und das weiß ich sehr zu schätzen. Natürlich geht so eine von Ungewissheiten geprägte Zeit nicht gänzlich spurlos an einem vorbei, aber es überwiegt der Anspruch, Kultur wieder möglich zu machen, und die Vorfreude auf ein tolles Filmfest München, das motiviert mich ungemein!

 

Wie gestaltet sich ihr Arbeitsalltag  im Moment?

Das Team befindet sich im Homeoffice und kommt nur in abgestimmten Schichten ins Büro, wenn es notwendig ist. Als Chefin sehe mich als Anker für mein Team und bin selbst oft vor Ort im Büro  ansprechbar. Aber so oder so besteht mein Arbeitsalltag aus zahlreichen Videokonferenzen und Telefonaten. Die Planungen sind in vollem Gange, wir befinden uns in der heißen Phase. Da heißt es: flexibel bleiben, nicht nur, was die Arbeitsstätte angeht.

Wie sehen Ihre Zukunftspläne aus?

Zunächst steht erst mal alles im Zeichen des diesjährigen Filmfest München! Und wie es immer so schön heißt: nach dem Festival ist vor dem Festival. Ich bin sehr hoffnungsfroh, dass wir das Jubiläum des Filmschoolfest Munich im November ebenfalls live umsetzen können. Ich hoffe so sehr, dass sich alle freuen, Kino wieder dort zu erleben zu können, wo es am schönsten ist: Im Dunkeln auf einer großen Leinwand! Das wünsche ich auch allen meinen Kolleg*innen von anderen Kulturinstitutionen: Dass die Bude nach der langen Pause wieder voll wird!

Das Filmfest München findet statt vom 1. bis 10. Juli
Mehr Infos auf filmfest-muenchen.de



Nico Weber
studiert Jazz-Trompete an der HMTM im 6. Semester

 

Bild zeigt Nico Weber
Nico Weber © Nico Weber privat

Wie geht es Ihnen?

Den Umständen entsprechend geht es mir gut, da ich zurzeit durch das Deutschlandstipendium finanziell abgestützt bin. Deshalb und aufgrund der Pandemie habe ich gerade viel mehr Zeit, mich nur auf mein Instrument zu konzentrieren und einige Sachen im Detail auszuchecken. Durch all die abgesagten Projekte kann ich meinen Fokus gerade komplett auf die eigene Entwicklung am Instrument legen, was sich sehr zufriedenstellend anfühlt. ABER! Ich sehne mich täglich danach, auf einer Bühne zu stehen, aktiv mit dem Publikum in Kontakt zu treten und zu präsentieren, was ich mir im letzten Jahr so fleißig erübt habe. Mit am meisten fehlen mir die Jam-Sessions, die wie ein Labor für uns Jazzer sind. Ein Labor, in dem man die Möglichkeit hat, neue Sachen auszuprobieren und miteiner Vielzahl von Musiker*innen zusammenzuspielen, wobei immer die spannendsten Sachen entstehen.

Wie sehen ihre Zukunftspläne aus?

Zurzeit versuche ich, neben der Entwicklung an der Trompete und dem Klavier, auch meine Online-Präsenz ein bisschen aufzupolieren. Also Sachen zu machen, die in den heutigen Zeiten wichtig, aber sonst immer links liegen geblieben sind. Und ich freue mich natürlich darauf, wenn es endlich wieder los geht. Dann, habe ich mir fest vorgenommen, werde ich so viele Konzerte und Sessions besuchen und spielen, wie es nur geht.

Was verbindet Sie mit dem Gasteig?

Da ich an der HMTM studiere, ist der Gasteig mein Hochschulgebäude. Ich habe dort meinen  Unterricht und die Möglichkeit zu üben, somit bin ich fast täglich irgendwo im Gasteig zu finden.



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