Neuigkeiten

20.05.2021

Kultur im Urbanen – der Gasteig HP8 in Sendling

Kultur im Urbanen – der Gasteig HP8 in Sendling Der Gasteig HP8 – Interimsquartier des Gasteig in Sendling während der Sanierung gmp Architekten

»Gasteig HP8« und »Isarphilharmonie« – so werden der Gasteig und die Interimsphilharmonie auf dem Gelände des »HP8« in Sendling zukünftig heißen. Stephan Schütz von den Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) schildert anhand aktueller Visualisierungen, worauf sich das Publikum im neuen kreativen Zentrum im Münchner Süden freuen kann.

»Der Dialog von Alt und Neu wird den Charakter des Gasteig HP8 in Sendling bestimmen. Ein Nebeneinander von Arbeit und Kultur an ein und demselben Ort scheint mir eine zeitgemäße Antwort auf die Frage der Verankerung der Kultur in unserer Gesellschaft zu sein. Die Neubauten besetzen als temporäre Gäste bauliche Lücken. Sie sind teilweise hochspezifisch wie der Konzertsaal, zum anderen Teil aber auch äußerst flexibel wie die Modulbauten«, sagt Stephan Schütz von den Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) und verrät uns noch mehr zu den Hintergründen und Visionen, die hinter der Architektur des Gasteig HP8 stecken.

Herzstück im Gasteig HP8: Halle E © gmp Architekten

Das Areal HP8
»Auf dem Gesamtgelände mussten erst einmal infrastrukturelle und technische Maßnahmen zur Erschließung der Neubauten vorgesehen werden. Straßen und Plätze für Publikumsverkehr und Anlieferung wurden ebenso geschaffen wie Aufenthaltsorte mit atmosphärischer Qualität. Hierbei kommt uns die komprimierte Dichte der Bestands- und Neubauten zugute: Sie lässt einen urbanen Rahmen mit Ausblick ins Grüne entstehen.«

Das Herzstück: Halle E
»Was immer mit den temporären Modulbauten und der Isarphilharmonie nach der Sanierung des Gasteig passieren wird, eines ist sicher: Durch die Instandsetzung und Umgestaltung der Halle E gewinnt München einen öffentlichen Raum von herausragender Qualität, der über offene Galerien neue, visuell erlebbare Interaktionen von Kultur, Erziehung und Wissenschaft ermöglicht.«

Attraktiver Treffpunkt: Gastronomiedeck
»Die Halle E bildet den Mittelpunkt des Gasteig in Sendling. Sie wird von drei Neubauten räumlich gefasst. Richtung Isarkanal entsteht ein Platz zwischen Stadt und Natur mit gastronomischer Nutzung als Treffpunkt aller, die hier arbeiten, lernen oder Kultur genießen.«

Blick von der Bühne in der Isarphilharmonie © gmp Architekten

Isarphilharmonie
»Die Gestaltung der Isarphilharmonie bezieht sich auf den industriellen Charakter des Viertels. So weisen die Fassaden und Umgänge roh belassene Materialien wie Stahl, Glas, Beton und Holz auf. Seine einzigartige Wirkung bezieht der Konzertsaal aus seiner Holzmodulbauweise in einem dunklen Farbton, der die Aufmerksamkeit des Publikums auf die Konzertbühne lenkt. Aufgrund der hervorragenden Zusammenarbeit mit Yasuhisa Toyota und seinem Team glaube ich fest daran, dass die Akustik eine hohe Anerkennung in der internationalen Fachwelt gewinnen wird.«

Himmelsleitern
»Immer dann, wenn Alt und Neu in einen architektonischen Dialog treten, entstehen Räume von unverwechselbarer Qualität. Dies gilt für die Erschließung der Philharmonie über »Himmelsleitern«, die in einer gläsernen Fuge zwischen Halle E und Konzertsaal angeordnet sind. Ich freue mich darauf, die Außenfassade der denkmalgeschützten Halle aus Beton und Backstein ganz nah und haptisch aus einem Innenraum heraus zu erleben, wenn nach drei Jahren Planungs- und Bauzeit alles fertig ist.«


Hier finden Sie alle Visualisierungen von Gerkan, Marg und Partner (gmp):



Stephan Schütz von gmp © Katja Strempel

Die Architekten von Gerkan, Marg und Partner (gmp) sind ein Architekturbüro mit Gründungssitz in Hamburg und Standorten weltweit. Mit einem generalistischen Ansatz und über 50 Jahren Erfahrung realisieren sie Projekte in jedem Maßstab und kulturellen Kontext auf allen Kontinenten.

Stephan Schütz ist seit 2006 Partner bei gmp und leitet die Standorte Berlin, Peking und Shenzhen. Zu seinen wichtigsten Projekten aus dem Bereich Kultur zählen das Grand Theater in Qingdao und Tianjin, das Chinesische Nationalmuseum in Peking, Umbau und Sanierung des Kulturpalastes Dresden, der Umbau der Staatsbibliothek zu Berlin sowie die Sanierung des Konzertsaals am Kieler Schloss.

Mehr Infos auf www.gmp.de



© Alle Visualisierungen: gmp Architekten

zurück zur Übersicht