Warum ich liebe …  Zum 200. Geburtstag des Dichters Jakow Polonskij (1819–1898) Veranstalter

Warum ich liebe …
Zum 200. Geburtstag des Dichters Jakow Polonskij (1819–1898)


| Kleiner Konzertsaal

€ 15,–; erm. € 10,–


Tickets kaufen


Und bei vielen weiteren Vorverkaufsstellen.


Musik – Weltmusik
Literatur & Wissen – Vortrag
Termin speichern

Der russische Dichter Jakow Polonskij ist in Deutschland wenig bekannt, obwohl die Lieder zu seiner Dichtung sehr oft in klassischen Konzerten zu hören sind. Die Künstler/innen von MIR e. V. möchten dazu beitragen, dass im Jahr seines 200. Geburtstages der Name Jakow Polonskij auch in Deutschland und München zum Begriff wird.

Jakow Petrowitsch Polonskij wurde 1819 im Herzen von Russland, in der Stadt Rjasan als Sohn eines verarmten Adligen geboren und starb in St. Petersburg, 1898. Er lebte ein langes Leben und war mit fast allen großen russischen Literaten bekannt, von Puschkin bis Tolstoj und Tschechow. Im Jahr 1838 wurde Polonskij Student an der Universität Moskau (juristische Fakultät). Da er nicht vermögend war, musste er als Lehrer bei den reichen russischen Familien arbeiten. Im Jahr 1857 ging ein hoher Beamte mit seiner Familie nach Baden-Baden und nahm Polonskij mit. Dies gab dem Dichter die Möglichkeit durch das ganze Europa zu reisen. Danach war er in der Schweiz, dann Italien und Frankreich, wo er 1858 in Paris eine junge Russin kennenlernte und heiratete. Mit seiner Ehefrau kehrte er nach Russland zurück und bezog in St. Petersburg eine Beamtenstelle im Komitee der ausländischen Zensur. Die nächsten zwei Jahre waren für den Dichter die tragischsten in seinem Leben. Zuerst wurde er so schwer verletzt, dass er bis zum Ende seines Lebens nicht in der Lage war, sich ohne Krücken zu bewegen. Dann erkrankte seine Frau an Typhus und stirbt, einige Monate später ihr neugeborener Sohn. Trotz des persönlichen Dramas arbeitet Polonskij erstaunlich hart und erfolgreich in allen literarischen Genres. Viele von seinen Gedichten wurden von großen russischen Komponisten wie Alexander Dargomyschskij, Peter Tschaikowskij, Sergei Rachmaninow, Sergei Tanejew u. a. vertont.

Am Jubiläumskonzert nehmen u. a. teil: Der Schauspieler Klaus Münster, die Sänger Elvira Rizhanovich, Svetlana Prandetskaya, Olga Koslowa, Frits Kamp und Sergej Iwanow, die Pianistinnen Jekaterina Medvedeva und Elena Petronievic, sowie Arthur Medvedev (Geige), Maria Belanowskaya (Domra), Michail Leontchik (Zymbal).
Künstlerische Leiterin: Tatjana Lukina

Mit Unterstützung des KR
(MIR e. V. Zentrum russischer Kultur, München)






Das könnte Sie auch interessieren: