Vortrags- und Diskussionsabend zur Wasserkraftnutzung Elefanten in einem ausgetrockneten Flussbett im Selous Wildtierreservat in Tansania Michael Poliza/WWF

Vortrags- und Diskussionsabend zur Wasserkraftnutzung


| Kleiner Konzertsaal

Eintritt frei

Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit.


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Literatur & Wissen – Vortrag
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Anlässlich des »Internationalen Tags der Flüsse« lädt der WWF Deutschland zum Vortrags- und Diskussionsabend »Die wahren Kosten der Energieerzeugung. Wie Staudämme Flusslandschaften zerstören.«

In zwei Kurzvorträgen wird zunächst eine Brücke von Ostafrika nach Bayern geschlagen: Die Stromversorgung in Tansania ist mangelhaft. Dieses Jahr hat die tansanische Regierung mit dem Bau eines gigantischen Staudammprojekts im Selous begonnen, dem größten Wildschutzgebiet Afrikas. Trotz internationaler Proteste, auch von Seiten der Deutschen Bundesregierung. Denn diese unterstützt den Erhalt der Naturräume und Artenvielfalt im UNESCO-Welterbegebiet seit über 30 Jahren. Johannes Kirchgatter, Afrika-Referent des WWF Deutschland, erläutert die ökologischen Auswirkungen des Staudammbaus. Der Bayerische Lech dagegen wurde bereits vor vielen Jahrzehnten in eine Kette von Stauseen verwandelt. In der Nachkriegszeit wurde Energie für den Wiederaufbau benötigt. Verloren gegangen sind dabei nicht nur das vielfältige Netzwerk an Seiten- und Nebenarmen, Kiesbänke und bettbildende Hochwasser, sondern auch etliche flusstypische Arten, wie Lechkenner Dr. Eberhard Pfeuffer zu berichten weiß.

Im Anschluss an die Vorträge folgt eine Expertendiskussion über die künftige Rolle der Wasserkraft (in Bayern) unter Berücksichtigung der Ziele der Energiewende und des Klimawandels. Es diskutieren Prof. Dr. Ralf Ludwig (Fakultät für Geowissenschaften, LMU), Philipp Wagnitz (Programmleiter Süßwasser des WWF Deutschland) und ein Vertreter des Bayerischen Wirtschaftsministeriums (angefragt). Die Diskussion moderiert Dr. Georg Bayerle vom Bayerischen Rundfunk.

Der Internationale Tag der Flüsse
Der Internationale Tag der Flüsse findet alljährlich am letzten Sonntag im September statt. Der Tag wurde 1980 von dem Kanadier Mark Angelo begründet. Seit 2005 wird er von den Vereinten Nationen als offizieller Aktionstag unterstützt. Er soll den besonderen Wert von Flüssen hervorheben und die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Fließgewässer als Lebensraum und Brennpunkt der Artenvielfalt lenken. Als Naherholungsgebiet haben Flusslandschaften auch eine herausragende Bedeutung für uns Menschen.

Das Hotspot-Projekt »Alpenflusslandschaften«
Die Veranstaltung wird als »Aktionstag« im Rahmen des Projekts »Alpenflusslandschaften – Vielfalt leben von Ammersee bis Zugspitze« durchgeführt. In diesem Projekt wirbt der WWF Deutschland zusammen mit 18 Partnern aus Naturschutz, Verwaltung, Wirtschaft und dem Sozialbereich für lebendige Flüsse. Das Projekt läuft noch bis September 2020. Es wird gefördert durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie mit Mitteln des Bayerischen Naturschutzfonds.

Voranmeldung/Platzreservierung an Sigrun.Lange@wwf.de
Weitere Informationen finden Sie im Flyer zur Veranstaltung
www.alpenflusslandschaften.de

(Umweltstiftung WWF Deutschland, Berlin)






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