Voices of Women in Wartime  Komponistin Gloria Coates, München – New York H. Zemann

Voices of Women in Wartime
Komponistin Gloria Coates, München – New York


| Kleiner Konzertsaal

€ 15,–; erm. € 10,– (Schüler, Studierende & GEDOK-Mitglieder)


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Der Münchner Komponistin Gloria Coates widmet die GEDOK München e. V. einen ganzen Konzertabend mit ausgewählter Kammermusik und Gesprächen. Das Programm, vom Solo-Klavierstück bis zur Cantata da Requiem »Voices of Women in Wartime«, hat die international renommierte Komponistin für das Konzert selbst zusammengestellt.

Als Mittlerin zwischen Deutschland und Amerika ist Gloria Coates seit bald 50 Jahren aktiv und bekannt. Mit ihrer Musik sorgte sie auf beiden Seiten des Atlantiks für Furore: Die New York Times verglich Coates' Symphonien einmal mit jenen von Schostakowitsch und Sibelius, Preise und Uraufführungen bei Festivals zeitgenössischer Musik Europas begleiteten ihren Weg. 1980 war sie die erste Frau, deren Orchestermusik in der musica viva-Reihe des BR erklang. Erst letzten Herbst wurde die Künstlerin anlässlich ihres 80. Geburtstags mit einem Festakt in der Bayerischen Akademie der Schönen Künste geehrt. In der seit 1926 bestehenden Künstlerinnenvereinigung GEDOK ist Gloria Coates Ehrenmitglied.

Das Portraitkonzert der GEDOK München gewährt vielfältige Einblicke in die Werkstatt der Komponistin und gibt Gelegenheit, ihr einmal ganz nahe zu kommen: Es erklingen Kammermusik- und Vokalwerke unterschiedlicher Schaffensphasen, und im Gespräch mit Musikjournalistin Franziska Stürz erzählt die wortgewandte Musikerin über ihre Arbeit und ihr Leben, das sie nach dem Studium in Chicago und New York im Jahr 1969 zufällig in ihre neue bayerische Wahlheimat München geführt hatte. Hier belebte sie mit ihrer Umtriebigkeit den deutsch-amerikanischen Musikaustausch, organisierte Konzertreihen, schrieb Radiosendungen, musikwissenschaftliche Artikel und ein vielgestaltiges Œuvre. Es umfasst von Sololiteratur bis zu den 16 Symphonien, von elektronischer bis zur Bühnenmusik nahezu alle Gattungen.

Zur Aufführung kommt die 1996 entstandene »Lyric Suite« für Klaviertrio sowie die Piano Sonate Nr. 2 (UA 2002), in der Coates auf höchst originelle Weise Musikzitate des westlichen Kanons auf ihre Beziehung zum Orient hin untersucht. Dass sie stets auch eine politisch denkende Komponistin war, kommt in ihrer Cantata da Requiem für Sopran, Klavier, Schlagzeug, Viola und Violoncello aus dem Jahr 1973 packend zum Ausdruck: Dokumente des 2. Weltkriegs, darunter persönliche Briefe, Gedichte oder ein Kinderlied wie auch offizielle Nachrichten und behördliche Mitteilungen vereinen sich zu einer erschütternden Collage des Leids.

Es spielt das Verdandi Trio aus den Reihen der Münchner Philharmoniker:
Ilona Cudek, Violine
Elke Funk-Hoever, Violoncello
Mirjam von Kirschten, Klavier

Barbara Hesse-Bachmaier, Mezzosopran
Katharina Henke, Viola
Stefan Blum, Schlagzeug
Eva Schieferstein, Klavier

(GEDOK München e. V.)






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