Münchner Philharmoniker: Strauß (Sohn) / Schostakowitsch / Zimmermann / Ravelmit Nicolas Altstaedt (Violoncello) & Anja Bihlmaier (Leitung)
Beim Wiener Opernball darf er auf keinen Fall fehlen: der Donauwalzer! Sein magisch-flirrender Anfang lockt die Tanzpaare zielsicher aufs Parkett. Kaum ein anderes Musikstück steht so sehr für Wien, für Eleganz und den Mythos der k.u.k.-Zeit. Anja Bihlmaier stellt dieser perfekten Walzerseligkeit die dunkle Seite des Tanzes gegenüber: innere Zerrissenheit, bitterer Spott und den taumelnden Abgesang einer Epoche.
Beim Wiener Opernball darf er auf keinen Fall fehlen: der Donauwalzer! Sein magisch-flirrender Anfang lockt die Tanzpaare zielsicher aufs Parkett. Kaum ein anderes Musikstück steht so sehr für Wien, für Eleganz und den Mythos der k.u.k.-Zeit. Anja Bihlmaier stellt dieser perfekten Walzerseligkeit die dunkle Seite des Tanzes gegenüber: innere Zerrissenheit, bitterer Spott und den taumelnden Abgesang einer Epoche.
Bei Dmitrij Schostakowitsch ist der Tanz lediglich als Schatten präsent. Das Cellokonzert Nr. 1 pulsiert in nervöser Motorik, in grotesk verzerrten Rhythmen, die an Märsche, Zirkusnummern oder Tanzparodien erinnern. Bernd Alois Zimmermann treibt diese Idee weiter und zerlegt in der „Musique pour les soupers du Roi Ubu“ den Tanz in eine grelle Collage aus Zitaten wohlbekannter Werke: ein Maskenball der Musikgeschichte. Mit Maurice Ravels „La valse“ schließlich kehrt der Walzer zurück – als Erinnerung, als Rausch, als Bewegung zwischen Ordnung und Ekstase.
Besetzung
- Dirigentin: Anja Bihlmaier
- Violoncello: Nicolas Altstaedt
- MPhil
Programm
- Johann Strauß (Sohn): „An der schönen blauen Donau“, Walzer op. 314
- Dmitrij Schostakowitsch: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 Es-Dur op. 107
- Bernd Alois Zimmermann: „Musique pour les soupers du Roi Ubu“
- Maurice Ravel: „La Valse“, Poème chorégraphique pour orchestre