Italienische Filmtage 2018: Controcorrente – Gegen den Strom
»C’era una volta la città dei matti (Es war einmal eine Stadt der Narren)«


| Carl-Amery-Saal

€ 10,–; erm. € 8,–

Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit.



Film
Termin speichern

IT 2010, 180 Min., OmenglU, Regie & Buch: Marco Turco
Doppelprogramm – 18:30 Uhr (Teil 1) │ 20:30 Uhr (Teil 2)

Der Psychiater Franco Basaglia war ein revolutionärer Vordenker für die einen, ein übler Nestbeschmutzer für die anderen. In den 1960er Jahren prangerte er unermüdlich die katastrophalen Missstände in den psychiatrischen Anstalten Italiens an, in denen Zwangseinweisungen, Elektroschocks und medikamentöse Ruhigstellung der Patienten an der Tagesordnung waren.
Nach einem jahrelangen, fast aussichtslos erscheinenden Kampf gegen Hierarchie und Bürokratie übernahm er 1971 die Leitung der psychiatrischen Klinik in Triest mit der offen bekundeten Absicht, diese aufzulösen. Er gründete die Reformbewegung »Psichiatria Democratica«, deren Forderungen schließlich 1978 zur »Legge Basaglia 180«, einem Gesetz zur Abschaffung der psychiatrischen Anstalten führte.

Der im italienischen TV-Sender RAI ausgestrahlte, atmosphärisch dicht erzählte Zweiteiler zeichnet das Leben Basaglias und dessen Kampf gegen die gesellschaftliche Ausgrenzung psychisch kranker Menschen auf beeindruckende Weise nach.

Mit Unterstützung des KR, in Zusammenarbeit mit Circolo Cento Fiori e. V. und Filmstadt München e. V. (MSB)