Flussfilmfest München 2020 – Aus Liebe zum Wasser  Werden wir unserer Verantwortung gerecht? Ein Blick über den Tellerrand  Veranstalter

Flussfilmfest München 2020 – Aus Liebe zum Wasser
Werden wir unserer Verantwortung gerecht? Ein Blick über den Tellerrand


| Carl-Amery-Saal

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Film
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Ein Fluss als Rechtsperson. Das Beispiel des neuseeländischen Whanganui eröffnet eine neue Perspektive darauf, wie wir mit Flüssen umgehen. Von Neuseeland schlägt das Abendprogramm einen weiten Bogen bis in die USA und nach Südamerika. Ob Flüsse in der Stadt oder Wildflüsse im Amazonasgebiet: Worin besteht die Liebe zum Wasser? Und was folgt daraus?
Diskussion mit Dr. Josef Heringer, lange Jahre Mitarbeiter der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL).

The River Is Me (17 Min., englOmU)
Vorhang auf für den Whanganui: »I am the river, and the river is me« – der Whanganui in Neuseeland ist für die Maori mehr als nur ein Fluss. Nach jahrzehntelangem Rechtsstreit wurde der Fluss im März 2017 zu einer Rechtsperson: Ein unteilbares und lebendiges Ganzes, mit all seinen physischen und metaphysischen Eigenschaften, wie es das Gesetz formuliert. Filmautor David Reid lässt sich erklären, wie dieser Erfolg möglich wurde, und fragt, wie der Fluss künftig seine Rechte einklagen könnte. Hier hilft ein Blick in den Gesetzestext: »Obviously, the river itself wouldn‘t go into court, it is represented by a number of people.«

Upriver: The City (12 Min., engl. Originalfassung)
Einen Blick auf urbane Gewässer wirft ein Filmkapitel über die Stadt Portland und ihren Fluss, den Willamette River. Ein Fluss an der Westküste der USA, der aber ähnliche Probleme kennt wie viele seiner europäischen Cousins in industrialisierten Regionen. Jeremy Monroe zeigt in seinem Film, wie Flussbaden, Regenwassermanagement und Baumpflanzaktionen mit Schülern in eine gemeinsame Richtung wirken: Den Fluss und seine Ufer wieder zum öffentlichen Raum zu machen, die ökologische Qualität zu verbessern, den Gemeingebrauch zu ermöglichen und den Fluss neu ins Bewusstsein der Stadt zu bringen.

Confluir (42 min., engl. Originalfassung)
Mehr als 20 Staudämme sind am Río Marañón geplant, dem größten Zufluss des Amazonas. Bislang fließt der Marañón frei durch die peruanischen Anden und formt so gewissermaßen den Grand Canyon Südamerikas. Confluir ist, so die Macher, ein Film über den bedeutendsten Fluss, den kaum jemand kennt. Der Film erzählt die Geschichte einer wissenschaftlichen Expedition. Auf einem einmonatigen Rafting-Trip erkundet eine Gruppe junger Forscher die ökologischen Zusammenhänge und nimmt die sozialen Auswirkungen in den Blick, die der Bevölkerung entlang des Flusses in Folge eines Staudammbaus am Marañón drohen. Confluir bedeutet »zusammenströmen«. Der Film geht auch der Frage nach, wie ein internationales Bündnis entstehen kann, um einen der letzten großen frei fließenden Flüsse der Welt zu erhalten.
Filmautor Henry Worobec: »This film was inspired by the movement to protect Río Marañón – a movement that started in small villages at the bottom of one of the deepest canyons in the world and today continues to grow across the globe. As the principle tributary of the Amazon, Río Marañón is environmentally significant on a global scale, and it will take an international effort to save it.«

Weitere Informationen unter www.alpenflusslandschaften.de/fff2020

Im Rahmen des Hotspot-Projekts »Alpenflusslandschaften«
In Zusammenarbeit mit flow: europe und der Stiftung Living Rivers
(WWF Deutschland, Büro Wildflüsse Alpen, Weilheim i. OB)






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