Flussfilmfest München 2018 Flusslandschaft der Isar Sigrun Lange

Flussfilmfest München 2018


| Carl-Amery-Saal

Eintritt frei

Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit.



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Die Flusslandschaft der Isar oberhalb des Sylvensteinspeichers ist einzigartig. Selten wurde die Landschaft mit ihren typischen Tier- und Pflanzenarten so grandios in Szene gesetzt wie im Film von Jürgen Eichinger. Doch die Idylle trügt: Ab Krün wurde auch dieser Flussabschnitt bereits massiv durch den Menschen verändert. Für den Betrieb des Walchenseekraftwerks wird das Wasser der Isar bei Flusskilometer 251,5 durch das Stauwehr Krün gestaut und von dort fast vollständig in den Walchensee umgeleitet. Erst seit 1990 muss eine Mindestmenge an Wasser in dem ursprünglichen Flussverlauf verbleiben. Zuvor war der Flusslauf unterhalb von Krün mit Ausnahme von Hochwasserzeiten trocken. Aufgrund der geringen Wassermengen und der damit einhergehenden geringeren Dynamik werden die offenen Kiesflächen von Wald bewachsen. Typische Kiesbankbewohner finden seither weniger Lebensraum. Wasserkraft wird oftmals als ökologische Energiequelle angesehen. Ihre Auswirkungen auf die Flusslandschaften und ihre lebenden Bewohner sind jedoch dramatisch.

WILDES DEUTSCHLAND – DIE ISAR, DER LETZTE WILDFLUSS, 2016 (45 Min.)

Bild: Sigrun Lange

Der Film von Jürgen Eichinger zeigt die obere Isar als einen der letzten Wildflüsse in Deutschland. Je weiter man dem Lauf der Isar in Richtung Alpen folgt, umso wilder wird sie. Dort, wo sie als Wildfluss zwischen den steil aufragenden Bergen des Karwendels dahinströmt, hat sich eine Flusslandschaft erhalten, die in Deutschland einzigartig ist. Die Isar bietet entlang dieser Strecke noch heute ein Bild, wie es wohl alle Alpenflüsse nach der Eiszeit geboten haben. Neben faszinierenden Landschaft- und Tieraufnahmen, wird aber auch die Veränderung der Landschaft durch die Wasserableitungen bei Krün zum Walchenseekraftwerk thematisiert.


WASSERKRAFT – ALLES ANDERE ALS GRÜNE ENERGIE, Landesfischereiverband Bayern (7:40 Min.)

Bild: Joachim Kaschek

Wasserkraft gilt als ökologische Energiequelle – zu unrecht. Die Turbinen verletzen und töten Fische und durch den Aufstau des Wassers geht wertvoller Lebensraum verloren. Prof. Albert Göttle, Präsident des Landesfischereiverbands Bayern, bemängelt, dass im Zuge der Energiewende weitere Kraftwerke gebaut werden sollen, obwohl Bayerns Flüsse in der Vergangenheit schon massiv für die Energiegewinnung verbaut wurden.





Anschließend: Expertendiskussion zum Thema Wasserkraftnutzung und Veränderung der Flüsse.

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In Zusammenarbeit mit Grüne Liga und Stiftung Living Rivers
(Umweltstiftung WWF Deutschland, Berlin)