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Meret – Festival Verbotene StimmenKonzert

Publikum bei einem Popkonzert von hinten aufgenommen, man sieht die Köpfe und die erhobenen Arme, zwei Hände formen ein Herz.
Copyright: Anthony Delanoix/Unsplash

Mit Iran-Jazz von Golnar Shahyar & Band, traditioneller kurdischer Musik von Sakina Teyna & Band, iranischer Folklore mit Mahya Hamedi & Band und palästinensichem Jazz-Pop von Rasha Nahas & Band.

Mit Iran-Jazz von Golnar Shahyar & Band, traditioneller kurdischer Musik von Sakina Teyna & Band, iranischer Folklore mit Mahya Hamedi & Band und palästinensichem Jazz-Pop von Rasha Nahas & Band.

Die in der Zeit des Ersten Golfkriegs in Tehran geborene und aufgewachsene Sängerin, Komponistin und Dichterin Golnar Shahyar hat sich darauf spezialisiert, ihre musikalischen Wurzeln mit Jazz und improvisierter Musik zu kombinieren. Als relativ spät berufene Musikerin ist es ihr gelungen, innerhalb kürzester Zeit auf den internationalen Podien und bei internationalen Festivals Fuß zu fassen. Parallel zu ihrer beginnenden Konzertkarriere schloss sie an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ihre Gesangs-, Musikpädagogik- und Gitarrenausbildung ab. Da sie sich kontinuierlich der Schaffung neuer kultureller und musikalischer Dialoge widmet, arbeitet sie regelmäßig mit ganz verschiedenen international anerkannten Musikerinnen und Musikern zusammen. Sowohl als Sängerin der Formationen Sormeh, Choub, Gabbeh, sowie Golnar & Mahan als auch als Solokünstlerin Golnar wurde sie für zahlreiche Preise und für das Musik-Förderprogramm des Außenministeriums „The New Austrian Sound of Music (NASOM)” nominiert.

Sakina Teyna wurde in der kleinen Stadt Varto in der Türkei in eine kurdische alevitische Familie hineingeboren. Als Teenager begann sie in türkischen Chören und Bands zu singen, lernte aber erst während ihres Studiums die kurdischen Musiktraditionen kennen und machte sich daran, der kulturellen Assimilation zu trotzen. 1991 trat sie dem Mespotamian Cultural Center in
Istanbul, einem Verfechter der kurdischen Kultur, als Sängerin bei. Wie viele andere kurdische Musiker war sie gezwungen, buchstäblich in den Untergrund zu gehen, um ihre Musik zu praktizieren, und musste bald politischen Aktivismus der Kunst vorziehen. Erst als Sakina 2006 als politischer Flüchtling nach Österreich kam, begann sie wieder hauptberuflich zu singen. Die ersten Früchte ihrer konzentrierten kreativen Bemühungen wurden in Form ihres ersten Soloalbums ROYÊ MI veröffentlicht, das weltweit von ARC Music vertrieben wird. Sakina schloss sich mit der Pianistin Nazê Îsxan und der Geigerin Nurê Dilovanî zum rein weiblichen Trio Mara zusammen, das auf traditionelle kurdische Lieder zurückgreift, die hauptsächlich von Frau zu Frau gesungen und weitergegeben werden, und das Material mit westlichen klassischen und zeitgenössischen Ansätzen bereichert.

Musik von Mahya Hamedi finden Sie auf Soundcloud, Eindrücke auf Instagram. Mehr Informationen folgen hier in Kürze.

Die palästinensische Sängerin, Komponistin und Instrumentalistin Rasha Nahas wuchs in Haifa auf, wo sie ihre einzigartige künstlerische Identität und ihren unverwechselbaren Klang entwickelte. Ihr Sound besteht aus E-Gitarre kombiniert mit klassischer Technik und einer Vorliebe für heftiges sowie intimes Geschichtenerzählen gepaart mit kühner, unverhohlener
Poesie und heulenden Violinen. Ihr Tonfall bewegt sich nahtlos zwischen den Resonanzen des frühen Rock’n’Roll und den Echos des Free Jazz. Rasha Nahas hat ihre Musik bereits auf vielen Bühnen und international gefeierten Festivals auf der ganzen Welt aufgeführt, darunter das Glastonbury Festival, MIDEM, Sziget Festival, Palestine Music Expo, Sim Sao Paulo und unzählige Auftritte in Europa, Süd- und Nordamerika und im mittleren Osten. Am 29.01.2021 erschien ihr Debütalbum „Desert“. Poetische Vokalisierung, stimmungsvolle, zarte Passagen von Gitarre und Geigen sowie fesselnde Töne ihrer Heimat des Nahen Ostens ziehen sich durch ihr gesamtes musikalisches Werk.