Die Madonna der Dekadenz  Eine szenische Lesung zum 150. Geburtstag der Dichterin Sinaida Gippius (1869–1945)  Veranstalter

Die Madonna der Dekadenz
Eine szenische Lesung zum 150. Geburtstag der Dichterin Sinaida Gippius (1869–1945)


| Carl-Amery-Saal

€ 10,–; erm. € 7,–


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Literatur & Wissen – Lesung
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Die symbolistische Lyrikerin und Autorin Sinaida Gippius, auch »Madonna der Dekadenz« genannt, wurde am 8./20. November 1869 in einer deutsch-russischen Familie bei Tula geboren. Die scharfsinnig-sarkastische Betreiberin eines Literatursalons, die in vieler Hinsicht der literarischen Richtung des »Silbernen Zeitalters« das Gepräge gegeben hatte, war ein Mensch der Provokation. »In meinem Geist bin ich mehr Mann, in meinem Körper bin ich mehr Frau«, erklärte die Dichterin, die für ihre Lyrik und für ihre Literaturkritiken das männliche Pseudonym »Anton Krainij« wählte – auf Deutsch »der Extreme«. Die Oktoberrevolution wurde von ihr als »dunkelsten, idiotischsten und schmutzigsten Umsturz, den die Geschichte je gesehen hat« bezeichnet, und die Bolschewiki erschienen ihr als »stumpfsinnige Fanatiker, ausgemachte Schurken und Agenten Deutschlands«. 1918, während des Bürgerkrieges, verließ Sinaida Gippius zusammen mit ihrem Mann, dem Schriftsteller Dmitrij Mereschkowski (1865–1941), Russland für immer. Sie starb in Paris am 9. September 1945.

Mitwirkende: Anna Kuzmenko-Diez, Karin Wirz, Arthur Galiandin, Michael Tschernow, Artur Medvedev (Geige), Philipp von Morgen (Cello) u. a.
Künstlerische Leiterin: Tatjana Lukina

Mit freundlicher Unterstützung der MSB (Mir e. V., Zentrum russischer Kultur München)






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