Aufbruch trotz Corona  mit dem Ensemble Polysono Veranstalter

Aufbruch trotz Corona
mit dem Ensemble Polysono


| Kleiner Konzertsaal

€ 15,–; erm. € 10,–


Diese Veranstaltung muss leider entfallen.

Veranstalter-Homepage



Musik – Moderne E
Termin speichern

Trotz Corona startet das »Ensembles Polysono« zur neuen, bereits 15. jährlichen Tournee. Sie steht ganz im Zeichen des kulturellen Widerstands gegen die Auswirkungen der Pandemie. Künstlerische Ideen dürfen sich von desolaten äußeren Umständen nicht unterkriegen lassen, sondern müssen eine kulturelle Gegenkraft aufbauen. In diesem Sinne ist diese Tournee eine Art musikalischer Widerstand gegen schwierige äußere Zustände. Musik als positive Gegenkraft, als Utopie und als Hoffnung auf eine bessere Zeit.

Deshalb präsentiert dieses Tourneeprogramm ungeachtet hinderlicher Umstände die vielfältigsten Facetten musikalischen Ausdrucks. Vom Vokalduo a cappella aus der Vorstellung einer absoluten Vokalmusik bis zum reinen Instrumentalduo. Vom aufrührenden Solostück über Duos, Trios und Quartette bis zur Sextettbesetzung. Von packenden musikalischen Rhythmen bis zu kompositorischen Algorithmen. Von
traditionellen Besetzungen wie Violin-Klavierduo oder Klaviertrio bis zum Einbezug von Alltagsgeräuschen, Zuspielklängen und Field recording. Da lenken einerseits zwei Concertini die Aufmerksamkeit auf sich, eines für Flöte und Ensemble und eines für Klarinette und Ensemble, ein abwechselndes, künstlerisch-inspirierendes Zusammenspiel voller Lebensfreude von Solo und Tutti. (Sozusagen Concertini contra Corona.) Andererseits werden im abschließenden Sextett für Sopran, Bariton, Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello auf 10 Gedichte des Komponisten neue kompositorische Strategien ausprobiert.

Es sind alles Werke und Zeichen eines starken künstlerischen Statements für die positiven Kräfte in der menschlichen Gemeinschaft, die sich gemeinsam durch Krisen hindurch kämpfen und diese überwinden werden. Zusätzlich werden in diesem Programm noch Werke der bekannten finnischen Komponistin Kaija Saariaho und des ebenso bekannten deutschen Komponisten Enno Poppe zu hören sein.

Ensemble Polysono
Das »Ensemble Polysono« aus Basel ist spezialisiert auf die Aufführung anspruchsvoller zeitgenössischer Musik und unternimmt jedes Jahr Tourneen durch die Schweiz und einige größere Städte in Europa (u. a. Basel, Bern, Zürich, München, Berlin, Wien, London). Die Programme enthalten sowohl Uraufführungen als auch Wiederaufführungen qualitativ erstklassiger und relevanter Werke. Im Zentrum der Programme stehen immer innovative Ideen und Konzepte, die ihre Spannung aus der dialektischen Auseinandersetzung zwischen verschiedenen ästhetischen Standpunkten beziehen.

Christine Simolka, Sopran
In Lörrach geboren, absolvierte sie eine achtjährige Gesangsausbildung bei Nicole Andrich und Raymond Henn in Basel. Daneben besuchte sie zahlreiche Kurse, u. a. bei Kurt Widmer, Andreas Scholl, Hanno Müller-Brachmann und Bobby McFerrin, sowie Opernkurse an der Musik-Akademie Basel. Weiterführende Studien bei Marianne Schuppe und Robert Koller. Regelmäßige internationale Konzerttätigkeit. Christine Simolka pflegt zusammen mit dem Liedbegleiter René Wohlhauser ein breites Repertoire. Nebst Liedern aus Barock und Klassik singt sie hauptsächlich zeitgenössische Musik (u. a. Berio, Henze, Holliger, Rihm, Ferneyhough,
Wohlhauser). Als Mitglied des Duos »Christine Simolka, Sopran, und René Wohlhauser, Bariton und Klavier« und des »Ensembles Polysono« unternimmt sie jedes Jahr Tourneen durch verschiedene Städte Europas (u. a. Paris, Stuttgart, Hamburg, München, Berlin). Viele Ur- und Erstaufführungen sowie CD- und Radioaufnahmen.

Anastasia Chulkova, Flöte
Anastasia Chulkova wurde in Moskau geboren und ist dort aufgewachsen. 2005 wurde sie in die Zentrale Musikschule des Moskauer Staatlichen P. I. Tschaikowski-Konservatoriums aufgenommen. 2014 hat sie diese Studien mit Auszeichnung abgeschlossen. 2018 hat sie an der Musik-Akademie Basel (Klasse Prof. Felix
Renggli) das Bachelor-Diplom erhalten. Anastasia tritt u.a. in Russland, der Schweiz und anderen Ländern auf. Sie hat im Russischen Jugendsinfonieorchester, im Kammerorchester des Moskauer Konservatoriums, im Ensemble »Diagonal« der Musikakademie Basel, in der Chamber Academy Basel und im Neuen Orchester Basel gespielt. Sie war Mitglied des Festivalorchesters von Zakhar Bron in Interlaken und Teilnehmerin der Lucerne Festival Akademie, wo sie im Orchester unter Leitung von Sir Simon Rattle, Matthias Pintscher und Peter Eötvös aufgetreten ist. Sie hat an Workshops von herausragenden Solisten und Pädagogen wie u. a. Philippe Bernold und Pierre-Yves Artaud teilgenommen.

Andriy Bandurin, Klarinette
Der 1991 in der Ukraine geborene Klarinettist Andriy Bandurin erhielt bereits als Sechsjähriger seinen ersten Musikunterricht. Er besuchte die »Charkow-Spezialmusikschule« und schloß sein Studium bei Prof. Walerij Altuchow ab. Seit 2009 setzt er seine Studien in der Schweiz an der Hochschule der Künste Bern bei Prof. Ernesto Molinari fort. Danach studierte er bei Frédéric Rapin an der Haute Ecolé de Musique de Lausanne. Andriy Bandurin ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe in der Ukraine, Rußland, der Schweiz und in Italien. Als Solist und Kammermusiker konzertierte er in diversen Städten der Ukraine, Deutschlands, Österreichs, Frankreichs und der Schweiz und kollaborierte mit Biographien Ensemble Polysono, Basel, Tournee Januar-Februar 2020, mehreren Orchestern wie z. B. der Bayerischen Jungen Philharmonie und dem Bieler Sinfonieorchester.

Maria Ten, Violine
Maria Ten wurde 1993 in St. Petersburg in Rußland geboren. Sie begann mit sechs Jahren, Violine zu spielen. Maria studierte in einer spezialisierten Musikschule des Staatlichen Konservatoriums St. Petersburg. Mit 17 Jahren trat sie in die Haute École de Musique in Lausanne ein, wo sie bei Prof. Pavel Verninkov zwei Master erlangte. Seit 2016 studiert Maria Streichquartett und Solo-Performance mit Prof. Rainer Schmidt an der Musik-Akademie Basel. Sie ist Preisträgerin einer Anzahl Gesamtrussischer Wettbewerbe, Grandprix-Gewinnerin des Internationalen »Window to Europe«-Wettbewerbs und zweite Preisträgerin des Internationalen Philipp Telemann Violin-Wettbewerbs.

Valentina Dubrovina, Violoncello
Valentina Dubrovina wurde 1992 in Grozny (Tschetschenien) geboren. Im Alter von fünf Jahren begann sie mit dem Cellospiel und bestand im Jahr 2001 die Aufnahmeprüfung an das St. Petersburger Konservatorium, wo sie bis 2010 bei Prof. Mark Reisenstock studierte. 2010 wechselte sie zu Prof. Sergei Roldugin und führte ihre Studien seit 2014 in Basel bei Ivan Monighetti fort. Im Moment studiert sie an der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Martina Schucan. Meisterkurse bei David Geringas, Martti Rousi, Jerome Pernoo,  Alexander Rudin, Sir Andras Schiff, Timora Rosler und Jeroen Reuling ergänzen ihre musikalische Ausbildung. Valentina Dubrovina ist Preisträgerin zahlreicher renommierter Wettbewerbe und gewann u. a. beim Davidov-Wettbewerb in Kuldiga (Lettland), beim Wettbewerb BOG in Basel, beim Rahn Kultur Fonds (Zürich), sowie bei der National Russian Competition in Moskau.

René Wohlhauser, Bariton, Klavier und Leitung
In Zürich geboren und in Brienz aufgewachsen. Erfahrungen als Rock- und Jazzmusiker. Hauptsächlich Komponist zeitgenössischer Kunstmusik (u.a. Kammer-, Orchester- und Bühnenwerke). Ausbildung an der Musikhochschule Basel. Kompositionsstudien bei Klaus Huber und Brian Ferneyhough. Kompositionskurse bei Kazimierz Serocki, Mauricio Kagel, Herbert Brün und Heinz Holliger. Weiterführende Klavierstudien bei Stéphane Reymond und Gesangsstudien bei David Wohnlich und Robert Koller. Zahlreiche Aufführungen im In- und Ausland, so u. a. Schauspielhaus Berlin, Nôtre-Dame-de-Paris, Tokyo, Rom, St. Petersburg, sowie an Festivals wie Darmstadt, Odessa, Zürich, Sofia, Cardiff. Viele internationale Kompositionspreise, u. a. Valentino Bucchi, Rom (1978), Domkapitel Salzburg (1987), Kranichsteiner Stipendienpreis der Internationalen Ferienkurse für Neue Musik Darmstadt (1988), Ostschweizer Stiftung für Musik und Theater (1990), Förderpreis Luzern (1991), Gesellschaft für musikpädagogische Forschung, Zürich (1992), Swiss
Radio International (1996), Förderpreis Basel-Landschaft (1998). 2004 Uraufführung der Oper »Gantenbein« am Luzerner Theater. Tourneen mit dem »Duo Simolka-Wohlhauser« und dem eigenen »Ensemble Polysono« in Europa. Seit 2013 Beginn der CD-Edition »Wohlhauser Edition« beim Label NEOS. Gastdozent für Komposition u. a. an den Int. Ferienkursen Darmstadt. Vortragstätigkeiten, Publikationen u. a. in: »MusikTexte« Köln, »Neue Zürcher Zeitung«, »Darmstädter Beiträge zur Neuen Musik«, »New Music and Aesthetics in the 21st Century«, sowie sein Buch »Aphorismen zur Musik«. Unterrichtet Komposition, Musiktheorie und Improvisation an der Musikakademie Basel (und bis 1991 an der Akademie Luzern) sowie als Professor an der Kalaidos Musikhochschule. Gründer und Leiter des Ensembles Polysono.

(René Wohlhauser, CH-Basel)


  • Komponist: Kaija SaariahoWerk: »Changing Light« für Sopran und Flöte (2005)
  • Komponist: Enno Poppe Werk: »Zwölf« für Violoncello solo (2014)
  • Komponist: René WohlhauserWerke: »Mera gor nit« für Sopran und Bariton (2013), auf ein Gedicht des Komponisten, Klaviertrio Nr. 2 für Violine, Violoncello und Klavier (2020), Uraufführung, »Marapró« für Violine und Klavier (2017/18), »ReBruAla« für Sopran, Bariton, geschlagenes Klavier und Zuspiel-Klänge (sechsstimmiger Chor, Klavier), Geräuschspur und Field recording (2017), auf ein Gedicht des Komponisten, Concertino Nr. 1 für Flöte und Ensemble (2020), Uraufführung, Concertino Nr. 2 für Klarinette und Ensemble (2020), Uraufführung, Duo für Flöte und Violoncello Nr. 2 (2020), Uraufführung, »Die fragmentierte Wahrnehmung« für Sopran, Bariton, Flöte, Klarinette, Violine und Violoncello (2020), auf 10 Gedichte des Komponisten, Uraufführung




Das könnte Sie auch interessieren: