Am liebsten mag ich Monster
Comic Bar mit Emil Ferris und Barbara Yelin


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Literatur & Wissen – Vortrag
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Karen, die gemobbte Außenseiterin, wäre am liebsten ein Monster. Die Zehnjährige wohnt mit ihrer Mutter und ihrem kleinkriminellen Bruder in einem heruntergekommenen Apartmenthaus im Chicago der 1960er Jahre. Mit ihrem Tagebuch flüchtet sie aus ihrem tristen Alltag in die Welt der Horrorcomics und -filme. Da geschieht ein Mord. Karen beschließt, Nachforschungen anzustellen.

Die amerikanische Comic-Künstlerin Emil Ferris zeichnet eine Geschichte über das Erwachsenwerden, über Andersartigkeit und Ausgrenzung. In verschachtelten Erzählsträngen werden dabei Holocaust-Geschichte und der Rassismus im Amerika der 1960er Jahre verhandelt. Mit der gleichermaßen verstörenden wie brillanten Mischung aus Familientragödie, Teenager-­Drama, Zeitgeschichte und Krimi erklomm die 55-Jährige aus dem Stand den Olymp der internationalen Comicszene. Ihr Buch (deutsch bei Panini) erhielt unter anderem drei Eisner-Awards und den Preis der deutschsprachigen Comickritik 2018.

Über die Reihe COMIC BAR
Starke Bilder und aufregende Erzählungen: Längst loten Comics neue literarische und künstlerische Wege aus, um reale und fiktive Welten sichtbar zu machen. Bild und Text werden auf einzigartige Weise miteinander verwoben, verschränkt, ergänzen sich, widersprechen sich, und ergeben ein hoch komplexes Spannungsverhältnis. In dieser Reihe stellt die Münchner Zeichnerin Barbara Yelin neue, internationale Werke der graphischen Literatur und Comic-Kunst vor.

(MSB)






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