Also sprach Zarathustra. Der Skandalprozess Vera Brühne


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€ 21,–; erm. € 15,–

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Theater & Tanz – Theater
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Patricia von Miserony als Vera Brühne
Andreas Luther, Klavier
Regie/Raum: Peter Glockner

Vera Brühne wurde in den frühen 1960er Jahren zusammen mit Johann Ferbach zu lebenslanger Haft wegen Mordes verurteilt, mit Aberkennung der Ehrenrechte und in einem mit Fehlern behafteten Indizienprozess.

Der Regisseur Peter Glockner stellt eine Vera Brühne (Patricia von Miserony) auf die Bühne, die bereits inhaftiert ist. Hier sollen weniger die Geschichte und der Prozessverlauf gezeigt werden, sondern mehr die innere Seelenbeschaffenheit einer Frau, der am Höhepunkt ihres Lebens der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Immer wieder setzt sie sich der quälenden Selbstbefragung »Warum passiert mir das?« aus und stellt sich die zermarternde Frage: »Was trug ich selbst dazu bei, dass ich in dieser Situation bin?«

Hierbei werden packende Geschichts- und Prozessprotokolle mit Texten aus »Also sprach Zarathustra« von Friedrich Nietzsche miteinander verwoben. Die Solo-Schauspielerin Patricia von Miserony tritt mit ihrem 90-minütigen Monolog immer wieder in einen Dialog mit dem Pianisten Andreas Luther, der durch sein Klavierspiel die Gefühlswelt der Inhaftierten Brühne bis in die höchsten Höhen und Tiefen steigert.

Die Fragen »Wie schnell kann sich ein Leben um 180° wenden?« und »Was trage ich dazu bei?« sind Fragen, die in einer sich immer schneller wandelnden Zeit – nicht nur im Hinblick auf Digitalisierung, gestohlene Identitäten und Verunklimpfungen bis hin zum Rufmord über soziale Medien – aktueller sind denn je.

(Peter Glockner, München)