32. Jüdische Kulturtage München  Jiddische Evergreens und deutsche Chansons  »Lebenslieder« © Sven Vollbrecht

32. Jüdische Kulturtage München
Jiddische Evergreens und deutsche Chansons
»Lebenslieder«


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€ 18,–; erm. € 10,–

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Musik – Unterhaltungsmusik
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Vivian Kanner, Gesang
Florian Fries, Klavier

Vivian Kanner singt »Lebenslieder« mit Klavierbegleitung.

Lebenslieder zwischen Lebenslügen, Leidenschaft und Liebesglück: Lebenslieder sind ein Soundtrack zur Bestandsaufnahme einer außergewöhnlichen Sängerin im Spannungsfeld zwischen Deutschem und Jiddischem, Chanson und Schlager. Jiddische Schlager und deutsche Chansons von jüdischen Komponisten, Lebenslieder von Friedrich Holländer, Georg Kreisler, Werner Richard Heymann und vielen anderen haben gerade in der heutigen Zeit nichts an Aktualität verloren. So unterschiedlich diese Lieder auch sind, in der Interpretation von Vivian Kanner erzählen sie mit dem der Sängerin eigenen dunklen, warmen Timbre von der Begegnung mit sich selbst.

Vivian Kanner
Die geborene Münchnerin Vivian Kanner studiert Theaterwissenschaften an der Ludwig-Maximilian-Universität, startet voller Enthusiasmus als Regieassistentin von Edmund Gleede am Theater und begleitet ihn durch Deutschland. Kurz darauf gibt sie ihr Debut als Schauspielerin in der »Kleinen Freiheit« in München und spielt an den großen Boulevardbühnen Münchens, wird steter Gast an der Komödie am Bayerischen Hof und der Komödie am Max II. Sie geht mehrfach auf Theatertourneen durch Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Daneben arbeitet sie als Radio- und Synchronsprecherin, sie spricht die »Unbekannte Stimme« im Blockbuster »Knallharte Jungs«. Das Fernsehen entdeckt die quirlige Person mit komödiantischem Talent und sie spielt in diversen Fernsehserien. Man sieht sie unter anderem neben Christian Tramitz in »Finanzamt Mitte« als polnische Putzfrau. In dem Kinofilm »Pumuckl« ist sie an der Seite von Hans Clarin und Sunnyi Melles als »Clown« zu sehen.
Ihr außergewöhnliches Stimm-Timbre und ihr Talent als Sängerin machte sie kurz darauf zur Frontfrau der Münchener Band »Gefilte Fish«. Sie hat die Liebe zur jiddischen Musik schon als Kind von ihren Eltern und Großeltern vermittelt bekommen und interpretiert die Lieder mit »viel Herz und viel Gefühl«, ohne jedoch die üblichen Klischees zu bedienen. Sie überzeugt nicht nur durch ihre ausdrucksstarke Stimme, sondern auch durch ihre mitreißende und humorvolle Bühnenpräsentation. Sie scheut sich nicht davor, in ihrem Repertoire einerseits Berührungspunkte zu schmerzlicher Vergangenheit musikalisch darzubieten und gleich darauf jüdischen Humor zu präsentieren. Durch die Fähigkeit über sich selbst zu lachen, wird die Annahme und Akzeptanz der eigenen Besonderheit Bestandteil der Gegenwart.
2002 folgt sie dem künstlerischen Ruf nach Berlin und gründete gemeinsam mit Sharon Brauner die Band »Jewels«. Die Künstlerinnen verbindet fortan die Leidenschaft, die fast vergessene Tradition jiddischer Musik, Humor und Sprache einem breiten Publikum nahe zu bringen und ins Gedächtnis der Menschen zurück zu rufen. Ausverkaufte Konzerte in der »Bar jeder Vernunft«, im »Tränenpalast«, dem »Wintergarten« und im »TIPI – Das Zelt am Kanzleramt« folgen. Sie gehen 2005 auf eine Deutschlandtournee und stehen bei einem »Konzert für den Frieden« gemeinsam mit Xavier Naidoo und den Söhnen Mannheims in der Max-Schmeling Halle in Berlin auf der Bühne.
Vivian Kanner arbeitet an ihren Soloprojekten »Lebenslieder« und »Macho DIVA«. Die melancholische, heitere und leidenschaftliche Reise durch verschiedene Lebenssituationen und die dazugehörigen Lieder.
Des Weiteren moderiert sie ihre eigene Radiosendung »Vivian Kanner SHOW« bei KingFM u. a. als Gäste Rolf Eden, Udo Walz, Simone Rethel und Dr. Hilde Schramm uvm.
Die Sehnsucht, andere Menschen in dieser beschleunigten Zeit zum Verweilen einzuladen ist der Antrieb für all ihre Projekte. Durch Spiel und Stimme – mal heiter, mal melancholisch – möchte Vivian die Gefühlswelt ihrer Zuschauer berühren.

Mit Unterstützung des KR
(Gesellschaft zur Förderung jüdischer Kultur und Tradition e. V., München)