»Quid ergo est tempus?« Augustins Zeittheorie im Spiegel der Philosophiegeschichte


| EG, Raum 0115

€ 8,– (Anmeldung erforderlich)

Diese Veranstaltung liegt in der Vergangenheit.


Die MVHS muss bis einschließlich 31.1.2021 ihren Kurs- und Veranstaltungsbetrieb in Präsenz weiterhin vollständig unterbrechen. Einige Veranstaltungen können online stattfinden. Ob diese Veranstaltung darunter fällt, erfahren Sie auf der Webseite der MVHS.

Veranstalter-Homepage



Literatur & Wissen – Vortrag
Termin speichern

Vortrag von Prof. Dr. Hans Otto Seitschek

Der spätantike Philosoph und lateinische Kirchenvater Augustin ist in seinem Denken stark vom Neuplatonismus beeinflusst. Er legt im 11. Buch seiner »Confessiones« eine interessante Zeittheorie vor. Er betont darin, dass Zeit real existiert. Dabei geht Augustin nicht von einer bloß empirischen Zeitmessung aus, z. B. durch das Zählen von Bewegungen eines Pendels, sondern von einem subjektiven, inneren Zeitempfinden. Damit geht Augustin weit über den Kontext seiner neuplatonischen Philosophie hinaus und entwirft eine Zeittheorie, die erst viel später in der Phänomenologie Edmund Husserls seinen Niederschlag findet.

(MVHS) L132810






Das könnte Sie auch interessieren: