»Kunst ist der Notschrei« – Ensemble Polysono Veranstalter

»Kunst ist der Notschrei« – Ensemble Polysono


| Kleiner Konzertsaal

€ 15,–; erm. € 10,–

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Musik – Klassik E
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Ensemble Polysono:
Christine Simolka, Sopran
Tatiana Timonina, Flöte
Andriy Bandurin, Klarinette
Vladislav Smirnov, Violoncello
René Wohlhauser, Bariton, Klavier

Leitung: René Wohlhauser

»Kunst ist der Notschrei jener, die an sich das Schicksal der Menschheit erleben. Die sich mit ihm auseinandersetzen. Die nicht stumpf den Motor ›dunkle Mächte‹ bedienen, sondern sich ins laufende Rad stürzen, um die Konstruktion zu begreifen. Die nicht die Augen abwenden, um sich vor Emotionen zu behüten, sondern sie aufreißen, um anzugehen, was angegangen werden muss. Die aber oft die Augen schließen, um wahrzunehmen, was die Sinne nicht vermitteln, um innen zu schauen, was nur scheinbar außen vorgeht. Und innen, in ihnen, ist die Bewegung der Welt, nach außen dringt nur der Widerhall: das Kunstwerk.« (Arnold Schönberg: »Aphorismen« In: »Die Musik«, IX, 4. Quartal, 1909, Seite 159).

Warum machen Menschen Kunst? Warum komponieren, schreiben, dichten, malen sie? Warum musizieren, schauspielern, rezitieren und tanzen sie? Die Gründe dafür mögen vielfältig sein. Große Meisterwerke hingegen entstehen meistens als Reaktion auf eine innere Notsituation. Aus existenzieller Not, die nicht immer gleichzusetzen ist mit materieller Not. Das Resultat der inneren Unruhe eines Künstlers und seines inneren Drängens ist ausdrucksstarke Kunst, Kunst als Aufschrei, ein berührendes Kunsterlebnis, das an das Existenzielle rührt.

Das Ensemble Polysono aus Basel ist spezialisiert auf die Aufführung anspruchsvoller zeitgenössischer Musik und unternimmt jedes Jahr Tourneen durch die Schweiz und einige größere Städte in Europa, u. a. Basel, Bern, Zürich, München, Berlin, Wien und London. Die Programme enthalten sowohl Uraufführungen als auch Wiederaufführungen qualitativ erstklassiger und relevanter Werke. Im Zentrum der Programme stehen immer innovative Ideen und Konzepte, die ihre Spannung aus der dialektischen Auseinandersetzung zwischen verschiedenen ästhetischen Standpunkten beziehen.

(René Wohlhauser, Basel)


  • Komponist: Klaus Huber (1924–2017)Werk: »Traumgesicht« für Stimme allein (1971) aus »... inwendig voller Figur ...« für Chorstimmen, Lautsprecher, Tonband und großes Orchester (1970/71), Text aus der Johannes-Apokalypse VIII, 10, 11; IX, 1, 2; IX, 6
  • Komponist: Heinz Holliger (*1939)Werk: Rechant für Klarinette solo
  • Komponist: Iannis Xenakis (1922–2001)Werk: Charisma für Klarinette und Violoncello
  • Komponist: René Wohlhauser (*1954)Werke: »Mira schinak« für Sopran, Flöte und Klavier, auf eigene lautpoetische Texte, Ergon 33, Musikwerknr. 1307, »Gedankenflucht« für Violoncello und Klavier, Ergon 22, »Neues Werk« für Sopran und Klarinette (Uraufführung), Trio Nr. 2 für Flöte, Klarinette und Violoncello (Uraufführung), »Neues Werk« für Sopran, Bariton, Bassflöte, Bassklarinette und Violoncello (Uraufführung)