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Blick von hinten in den Projektor als Kinosaal, Publikum auf den Stühlen, vor dem schwarzen Vorhang wird die Leinwand bespielt, sonst abgedunkeltes Licht im Saal

Das Filmprogramm im Projektor

Copyright: Mónica Garduño / Gasteig

Die Münchner Stadtbibliothek präsentiert vielfältige, kuratierte Filmprogramme für Erwachsene und Kinder. Sie laufen auf der Leinwand des „Projektor“ im Gasteig HP8. 

Dem Alltag entfliehen und sich ein Bild von der Welt machen: Wo geht das besser als im Kino? Auch in Sendling gibt es einen Ort dafür: Mit knapp 100 Sitzplätzen befindet sich der „Projektor“ im Erdgeschoss der Halle E im Gasteig HP8. Der Saal wird regelmäßig von der Münchner Stadtbibliothek bespielt. Filmkultur in Originalsprache und internationales Kino sind dort zu sehen. Außerdem gibt es ein großes Angebot an Kinderfilmen.

Ein Herz für Arthouse und Kooperationen

„Wir zeigen Arthouse-Filme, die einen tollen Einblick in die jeweiligen Länder und die dortige Gesellschaft gewähren. Das Medium Film bietet einen einfachen und unterhaltsamen Zugang zu Themen, Sichtweisen und Perspektiven, die man in dieser Intensität sonst nicht erfahren würde“, sagt Margit Lindner, die zusammen mit Sabine Hahn den Programmbereich Film der Stadtbibliothek leitet. Hahn ergänzt: „Gleichzeitig ist es eine inspirierende Quelle für alle, die sich für andere Film-Ästhetiken interessieren.“

Die Kooperationen der Stadtbibliothek mit Filmfestivals, Vereinen und Kulturinstitutionen bestehen seit langem. Einer der ersten Kooperationspartner war die Filmstadt München – ein Dachverband, der sich 1984 gründete, um kommunale Filmarbeit zu fördern und zu organisieren. Ob mit langer Tradition wie die Griechische Filmwoche oder noch jung wie das Kino Asyl (seit 2015) oder die Estnische Filmreihe: Die vielen Festivals sind fester Bestandteil im Programm des Gasteig. Dazu gehören außerdem das Chinesische Filmfest, Cinema Iran, die Japanische Filmreihe, Kino Europa, die Kurdischen Filmtage sowie die Afrikanischen und Lateinamerikanischen Filmtage. Zudem ist der Gasteig nach wie vor Spielort für das DOK.fest München.

Ein Vortragsraum, drei junge Frauen sind auf der Bühne.
Schule des Sehens – das Education-Programm des DOK.fests in Kooperation mit der Stadtbibliothek hat im Projektor eine neue Heimat gefunden. Copyright: DOKfest München

Die Länderreihen rücken unterschiedlichste Regionen in den Fokus und thematisieren Aspekte, die oft im Kontext von sozialen und politischen Ereignissen stehen. Nach dem Umzug ins Interim und der Pandemie hat auch das Publikum seinen Weg zum neuen Standort gefunden. Neben der Japanischen Filmreihe, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut, wird besonders das wöchentliche Programm für die Jüngsten sehr gut angenommen. „Das Große KinderKino ist im Stadtviertel bestens angekommen“, sagt Sabine Hahn.