1. Zoe, du bezeichnest Musik als Therapie, warum?
Ich bezeichne Musik als Therapie, weil sie mir hilft, meine eigenen Probleme zu verarbeiten. Durch das Schreiben und Singen arbeite ich Dinge auf, die mich belasten, und finde einen Weg, sie loszulassen.
2. Wie tust du dir – neben der Musik – etwas Gutes?
Ich nehme mir im Alltag bewusst Auszeiten. Am liebsten verbringe ich Zeit mit meinen Freunden oder mache viel Sport und gönne mir Momente, in denen ich einfach Dinge tue, die mir Spaß machen und mich glücklich machen.
3. Wie fühlt es sich an, so Persönliches mit vielen Menschen zu teilen?
Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich so viele Menschen mit meiner Musik erreichen kann. Es bedeutet mir viel, wenn ich damit auch ihre Struggles ansprechen und ihnen irgendwie helfen kann. Für mich ist es eine Ehre, für Menschen, die selbst gerade nicht die Kraft haben, eine Stimme sein zu dürfen.
4. Wie gehst du mit dem Druck und den vielen Erwartungen im Musik-Business um?
Ehrlich gesagt versuche ich, mir darüber nicht so viele Gedanken zu machen. Natürlich gibt es Erwartungen, aber ich lasse mich davon nicht zu sehr beeinflussen. Mir ist wichtig, bei mir selbst zu bleiben und mich nicht unter Druck setzen zu lassen.
5. Findest du, dass in der Musikbranche offen genug über mentale Gesundheit gesprochen wird?
Ich habe das Gefühl, dass es mittlerweile viel offener geworden ist. Fast alle Künstler*innen, die ich kenne, sprechen über mentale Gesundheit. Die Leute verstehen langsam, dass es ein ernstes Thema ist und schlimme Folgen haben kann, wenn man nicht genug darauf achtet. Gleichzeitig hat es aber noch nicht den Stellenwert wie andere gesundheitliche Themen und darum sollte es auch in Zukunft noch mehr in den Vordergrund rücken.
Text: Faranak Jahromi