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Backstage: Pat Metheny

Pat Metheny ist einer der prägendsten Gitarristen des modernen Jazz, aus gezeichnet u. a. mit 20 Grammy Awards. Seinen internationalen Durchbruch feierte er 1974 an der Seite des Vibrafonisten Gary Burton. Auch als Pädagoge setzt Metheny Maßstäbe: Mit nur 18 Jahren wurde er jüngster Dozent der University of Miami, ein Jahr später jüngster Lehrer am Berklee College of Music, das ihm 1996 die Ehrendoktor würde verlieh. Weltweit leitet er Workshops, die Generationen junger Musiker*innen inspirieren.

Pat Metheny sitzt mit seiner Gitarre auf der Kreuzung zweier industrieller Straßenzüge, ein Gebäude davon ist eingerüstet.
Copyright: Jimmy Katz

Haben Sie ein besonderes Ritual vor einem Auftritt?

Das hängt hauptsächlich von der Musik ab. Wenn der Schwerpunkt auf der Improvisation liegt, ist das not wendige „Aufwärmen“ ebenso sehr geistiger wie körperlicher Natur. Außerdem esse ich tagsüber gar nichts. Ich fühle mich wohler, wenn ich beim Spielen ein wenig Hunger habe.

Nervenbündel oder Rampensau?

Weder noch. Ich schätze mich sehr glücklich, von Musik umgeben zu sein. Ich fühle mich eher als Beobachter, denn als Beteiligter.

Was darf im Backstage nicht fehlen?

Essiggurken-Wasser, um Krämpfen durch Schweißausbrüche vorzubeugen.

Schlussapplaus, runter von der Bühne – und dann?

Am liebsten nichts, dann kann ich mich schon auf das nächste Konzert vorbereiten. Aber oft muss ich den Leuten kurz Hallo sagen.

Mit wem würden Sie gerne mal auftreten und warum?

Ich habe das große Glück, dass ich im Laufe der Jahre die Gelegenheit hatte, mit so ziemlich all meinen Held*innen auf der Bühne zu stehen. Meine aktuelle Band für das Projekt „Side-Eye III+“ besteht aus genau den Leuten, mit denen ich zurzeit lieber auf der Bühne stehe als mit irgendjemand sonst.

Pat Metheny „Side-Eye III+“

Jazznights 2026

Text: