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Backstage: Isabelle Faust

Die Geigerin Isabelle Faust, geb. 1972 in Esslingen, ist bekannt für ihr breites Repertoire von Bach bis zur Moderne und ihr Engagement für zeitgenössische Musik. Sie begann mit fünf Jahren Geige zu spielen und studierte später bei Dénes Zsigmondy und Christoph Poppen. Nach frühen Wettbewerbserfolgen (Leopold-Mozart-Preis, Paganini-Preis) ist sie gleichermaßen als Solistin wie als Kammermusikerin gefragt und tritt mit den bedeutendsten Orchestern der Welt auf. Sie spielt auf einer seltenen Stradivari-Geige aus dem Jahr 1704, der sogenannten „Sleeping Beauty“.

Portrait von Violinistin Isabelle Faust mit ihrer Geige in der Hand
Copyright: Marco Borggreve

Haben Sie ein besonderes Ritual vor einem Auftritt?

Vor allem versuche ich, mich auf die Minute genau an meinen vorher zurechtgelegten Zeitplan zu halten.

Nervenbündel oder Rampensau?

Ich habe ziemlich gute Nerven, aber in Ausnahmefällen kann ich auch mal angespannt sein. Im Normalfall genieße ich es, die Musik zu teilen.

Was darf im Backstage nicht fehlen?

Wasser, genug Platz zum Auspacken, ein Spiegel, eine angemessene Temperatur, möglichst fließendes Wasser zum Händewaschen, ein angenehmes Ambiente. Man will ja nicht direkt vor dem Konzert deprimiert sein …

Schlussapplaus, runter von der Bühne – und dann?

Den Kolleg*innen zuhören und dann gemeinsam feiern gehen. Wenn es sein muss: am nächsten Programm arbeiten. Oder schlafen gehen, wenn es sehr früh los geht am nächsten Morgen.

Mit wem würden Sie gerne mal auftreten und warum?

Zum Beispiel mit Albert Einstein an der Geige, da ich gerne wissen würde, ob die Anekdote stimmt, in der Adolf Busch ihn beim Spielen mit dem Streichquartett lachend fragt, ob er denn nicht bis drei zählen könne – er hatte mehrmals den Einsatz verpasst …

Isabelle Faust in der Isarphilharmonie

Text: