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25.01.2021

Kunst und Krise. Wie geht es Kreativen im Lockdown? Folge 1

Kunst und Krise. Wie geht es Kreativen im Lockdown? Folge 1 Sonntags im Freien. So verbringt die Band »Kraut & Ruhm« den Lockdown.

Unsere Sehnsucht nach kulturell inspirierenden Begegnungen steigt! Seit Monaten sind die Bühnen im Gasteig weitgehend verlassen, ohne Künstler*innen kein Tanz, keine Musik, kein Theater. Dennoch sind wir nach wie vor mit vielen Kreativen eng verbunden und möchten ihnen gerade während des Lockdowns Gehör schenken. Hier erzählen sie über momentane Zustände, Sehnsüchte und Pläne.

»Es ging schon besser. Man nimmt mit, was man kann. Flucht in Exzesse daheim.«

So lautet das Zwischenfazit von Kraut & Ruhm, einer sechsköpfigen Band aus dem Herzen Bayerns. Vor dem Lockdown war die Genre-sprengende bayerische Band bei den Track'n'Field-Aufnahmesessions für junge Musiker*innen im PIXEL am Gasteig.

Zur Homepage der Band »Kraut & Ruhm«


HMTM-Studentin Fiona Grond © Lukas Diller

 

»Gerade fühlt es sich so an, als hätte jemand letzten März einfach auf Pause gedrückt.«

... sagt Fiona Grond, Studentin an der HMTM
Fiona Grond studiert im letzten Semester Jazz-Komposition an der Hochschule für Musik und Theater München. Da sie fast täglich im Gasteig übt und komponiert, ist das Kulturzentrum für die Musikerin wie ein zweites Zuhause.

Wie geht es Dir?
Die aktuelle Situation belastet mich persönlich zunehmend. Mit dem Studium bin ich so gut wie fertig, doch ins Berufsleben als Musikerin kann ich nicht starten. Die ganzen Absagen des letzten Jahres und der leere Kalender für das kommende Jahr machen mich traurig.

Wonach sehnst Du Dich?
Nach den ganzen Dingen, die vor der Pandemie noch so selbstverständlich waren: nach einem mehr oder wenig geregelten Alltag. Nach meiner Familie. Nach meinen Freunden. Nach Konzerten und geselligen Runden. Nach Perspektiven.

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus?
Eigentlich sollte 2020 mein Karrierestart sein und ich hatte viele Pläne. Ich war mit meinem Trio »Fiona Grond / Interspaces« zu Wettbewerben und Showcases eingeladen, die alle nicht stattfinden konnten. Ein Album haben wir trotzdem aufnehmen können, ich hoffe, es in diesem Jahr veröffentlichen zu können, bestenfalls verbunden mit einigen Konzerten. Gerade fühlt es sich so an, als hätte jemand letzten März einfach auf Pause gedrückt. Ich wäre bereit, genau da weiterzumachen, und hoffe einfach nur, dass das bald wieder geht. Konkrete Pläne zu schmieden fällt mir aber gerade schwer.

Mehr über Fiona Grond auf der Homepage der Künstlerin

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