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09.10.2017

Gefeiert auf der Bühne, gestorben im Gulag

Gefeiert auf der Bühne, gestorben im Gulag

Der »Russland-Komplex« startet mit einer Würdigung der Münchner Schauspielerin Carola Neher

 

Carola Neher war eine gefeierte Darstellerin der 1920er Jahre. Sie wurde ein Star der Berliner Theaterszene, war verheiratet mit dem Dichter Klabund, gepriesen von Bertolt Brecht. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten folgte sie 1933 ihrem zweiten Mann Anatol Becker ins Exil in die Sowjetunion – wo sie, als vermeintliche »trotzkistische Botin« diffamiert, in den Strudel der stalinistischen Verfolgungen geriet und im NKWD-Gefängnis starb.

Mit einer Würdigung der bedeutenden Schauspielerin startet die Münchner Volkshochschue ihren aktuellen Programmschwerpunkt »Russland-Komplex« am Dienstag, 10. Oktober 2017 um 19 Uhr im Carl-Amery-Saal. Der Abend wird mit Vorträgen von Dr. Anne Hartmann und Bettina Nir-Vered den Höhen und Tiefen von Carola Nehers bewegtem Lebens folgen. Julia Cortis (Foto) – Sprecherin und Moderatorin beim Bayerischen Rundfunk – wird Texte von und über Carola Neher lesen.

Dr. Anne Hartmann und Bettina Nir-Vered sind Mit-Autorinnen des Buches »Carola Neher – gefeiert auf der Bühne, gestorben im Gulag«, erschienen 2016 im Berliner Lukas-Verlag und vom Theatermagazin »Die Deutsche Bühne« als »...eines der wichtigsten Theaterbücher in jüngster Zeit« empfohlen. Eine ausführliche Rezension des Werkes hat die Tageszeitung »Die Welt« im Februar 2017 unter dem Titel »Deutschlands schönste Frau starb im Gulag« veröffentlicht.

Das komplette Programm des Russland-Komplex ist auf der Homepage der Münchner Volkshochschule zu finden.

Foto Julia Cortis: Alexander Timtschenko

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