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30.11.2021

Gasteig unterwegs mit einem Truck voller Musik nach Uganda

Gasteig unterwegs mit einem Truck voller Musik nach Uganda Musik begeistert und verbindet: Der Besuch des »Lab Uganda« in BidiBidi, der zweitgrößten Flüchtlingssiedlung der Welt, wird bei vielen Beteiligten Spuren hinterlassen. Geoffroy Schied

Vom Gasteig nach Uganda – auf diese Reise machte sich dieses Jahr ein zum Musiklabor umgebauter LKW, das »Lab Uganda«. Der Musiktruck wurde losgeschickt, um Musik zu Menschen zu bringen, die unter schlimmsten Bedingungen leben – in BidiBidi, der zweitgrößten Flüchtlingssiedlung der Welt. Mit an Bord: ein Tonstudio, viele gespendete Instrumente und zwei Gasteig-Mitarbeiter.

Der Gasteig war die ideale Startposition für das »Lab Uganda« im Sommer 2021: Unübersehbar auf dem Forum vor dem Kulturzentrum platziert, konnte der zum Musiklabor umgestaltete LKW bereits vor seiner Verschiffung nach Afrika das Interesse vieler Passant*innen wecken und Medien auf sich aufmerksam machen. Sechs Monate im Vorfeld hat der Music Connects e. V. den LKW zum Musiktruck umgebaut – mit unermüdlichem Einsatz einiger Ehrenamtlicher, die das Leben möglichst vieler Geflüchteter in Uganda mit Musik bereichern wollen. Über Entstehung und Idee hinter dem »Lab Uganda« berichtet der folgende ZDF-Videobeitrag.

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Möglichst langfristig möchte der Music Connects e. V. den Geflüchteten mit Musik helfen – durch Musikuntererricht, Konzerte und unterschiedliche Instrumente, die vor Ort verteilt und zum Üben zur Verfügung gestellt werden. In der Flüchtlingssiedlung BidiBidi im Nordwesten Ugandas leben über 270.000 Geflüchtete, vor allem aus dem Südsudan. Um möglichst viele Geflüchtete mit Kultur zu versorgen, fuhr der Truck im rund 250 Quadratkilometer großen Gebiet täglich verschiedene Orte an. Kultur als Nahrungsmittel? Am Projekt beteiligte Musiklehrer*innen haben selbst erlebt, dass man sich durch die Kraft der Musik aus den Slums »herauskämpfen« kann. Welch starke Rolle eine einzige Tuba im Alltag innerhalb der Flüchtlingssiedlung spielt, zeigt dieses bewegende ZDF-Kurzvideo über das musikbegeisterte Mädchen Sumayya.

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Die Freude und Tatkraft des »Lab Uganda«-Teams steckt an: Als der Truck im Sommer beim Gasteig vorgestellt wurde, kümmerte sich die Gasteig-Veranstaltungstechnik um ein gelingendes Kulturprogramm – mit Tanz, Musik und Schauspiel auf der mobilen Bühne sollten zahlreiche Neugierige zum Musiktruck gelockt werden. Zwei Gasteig-Mitarbeiter, Matthias Aull und Anton Hartmann, waren vom Projekt so angetan, dass sie den Truck kurzerhand nach Uganda begleiteten. Tschüss Gasteig, hallo Afrika hieß es also für einige Wochen für die beiden Veranstaltungstechniker, sehr zur Freude von Gasteig-Chef Max Wagner, der die Eigeninitiative seiner Mitarbeiter sehr schätzt.

Freude beim Frickeln: Gasteig-Techniker Anton Hartmann im Musiklabor © Geoffroy Schied

»Ich wünsche mir sehr, dass wir Lab Uganda zu unserem sozialen Projekt machen und uns regelmäßig auch vor Ort um den Truck kümmern. Denn es passt super zu dem, was ich gerade jetzt als unsere Aufgabe sehe: den Menschen klar zu machen, wofür Kultur steht. Kultur macht uns erst zum Menschen, sie berührt uns und setzt Entwicklung in Gang.« Gasteig-Geschäftsführer Max Wagner

Wer das »Lab Uganda« ebenfalls unterstützen möchte – z. B. durch Geldspenden oder Instrumente – findet Kontakte auf der Homepage des Projekts. Über Idee und Aktionen des Music connects e. V. informiert die Webseite des Vereins.
Außerdem sehenswert: Via Instagram-Bilder lässt sich die beeindruckende Musikreise nach Uganda nacherleben.

 

 

 

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