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25.09.2017

Die 5. Sinfonie von Gustav Mahler unter Mariss Jansons

Die 5. Sinfonie von Gustav Mahler unter Mariss Jansons

Neuer Mitschnitt des BR-Symphonieorchesters aus der Philharmonie

 

Das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks hat zum Auftakt der Saison 2017/18 einen weiteren Mitschnitt  aus der Philharmonie im Gasteig auf dem BR-Klassik-Label veröffentlicht: Gustav Mahlers Sinfonie Nr. 5 - eines der Schlüsselwerke des symphonischen Repertoires des frühen 20. Jahrhunderts, interpretiert von einem der wichtigsten Orchester der Gegenwart unter der musikalischen Leitung von Mariss Jansons.

Die Fünfte gilt als eine der beliebtesten Symphonien Mahlers. Einen großen Anteil an ihrer Popularität hat Luchino Viscontis Verfilmung von Thomas Manns Novelle »Der Tod in Venedig« von 1971, deren Filmmusik das weltflüchtige Adagietto eindrucksvoll verwendet: Der Satz erfreute sich von Beginn an ungeteilter Zustimmung und avancierte inzwischen zu Mahlers größtem »Hit«, zu dem bekanntesten Einzelstück seines Schaffens.

Formal hält sich das Werk nicht an die klassische viersätzige Form, sondern stellt in drei Abteilungen fünf Sätze auf. Konzeptionell greift Mahler auf bewährte Methoden zurück, die er schon bei den großen Vorgängern – der zweiten und dritten Symphonie – verwendet hatte. Den Mittelpunkt des Werks bestimmt ein großes Scherzo von groteskem Humor, der an Jean Paul angelehnt ist. Ruhepunkt der Sinfonie ist das Adagietto, das durchaus charakteristisch für Mahlers ruhige Sätze ist. Mit der raueren Klangwelt der fünften Symphonie beginnt eine neue Schaffensphase Mahlers, die in der Sechsten weiterentwickelt wird. Gerade die Ausreizung des tonalen Raums weist bereits deutlich auf die Neunte voraus, in der Mahler sich anschickt, die Tonalität aufzugeben und ins Transzendente der Musik überzutreten.

Es wurden die Konzerte vom 10./11. März 2016 in der Philharmonie im Gasteig mitgeschnitten. Die Aufnahme kann im Onlineshop von BR-Klassik erworben werden.

Foto: Peter Meisel

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