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04.11.2018

Celibidache dirigiert Maurice Ravel

Celibidache dirigiert Maurice Ravel

Aufnahmen aus den siebziger und achtziger Jahren bei MPHIL

Von 1979 bis zu seinem Tod war Sergiu Celibidache 17 Jahre lang Generalmusikdirektor der Münchner Philharmoniker. Die Ära Celibidache und ihr nachhaltiger Einfluss auf die Entwicklung des Orchesters klingt bis heute nach. Er prägte das Orchester, schuf den eigenen, speziellen Klang und führte das Orchester an die Weltspitze. Mit Gründung des Labels MPHIL werden nun beeindruckende Schätze aus dem Archiv der Münchner Philharmoniker gehoben.

Die Werke Maurice Ravels zählten zum Kernrepertoire Sergiu Celibidaches und sind bis heute elementarer Bestandteil des Programms der Münchner Philharmoniker. In der Musik zu »Daphnis et Chloé« zeigt sich Ravel als Meister der Instrumentierung und schöpft die enormen Möglichkeiten eines großen Orchesters mit erweitertem Holzbläser-Ensemble und reichhaltigem Schlagwerk voll aus. Ravel kommt es nicht auf neue Klangmischungen oder raffinierte, unerhörte Klangkombinationen an, sondern auf klare Konturen im Wechsel zwischen großem Orchester-Apparat und differenzierten Soli.

Inspiriert von einer Couperin’schen »Forlane«, einem erotischen Tanz, entstand »Le Tombeau de Couperin«. Mit dem Wort »Tombeau« wurde in der französischen Barockmusik vor allem eine Trauermusik für verstorbene Musiker bezeichnet. Ravel betrachtete das Werk aber nicht als Hommage an François Couperin allein, sondern für die gesamte französische Musik des 18. Jahrhunderts. »La Valse« zählt zu den berühmtesten Werken Ravels, in dem er die gesamte musikalische Farbpalette entfaltet und einen Walzer zeichnet, der vom brillanten Glanz in die finstersten Klänge abdriftet.

Die neue CD mit verschiedenen Werken von Maurice Ravel ist im September 2018 erschienen und kann hier (externer Link) gehört bzw. erworben werden.

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