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05.05.2017

»Globalisierung kann gerecht gestaltet werden«

»Globalisierung kann gerecht gestaltet werden«

Im Carl-Orff-Saal: Bundesentwicklungsminister Dr. Gerd Müller war zu Gast bei Christian Ude

»Als Sechzehn- oder Achtzehnjähriger in Afrika würde ich mich auch nach Europa aufmachen«, formuliert Gerd Müller (CSU) zugespitzt Verständnis für die Ursachen von Flucht und Migration. Müller ist seit 2013 Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Angela Merkels Kabinett und hat im Januar 2017 sein Konzept für einen »Marshallplan mit Afrika« vorgestellt. Im Gespräch mit Christian Ude in einer Sonderausgabe von dessen Reihe »Politik der Woche« im Carl-Orff-Saal führte Müller aus, wie das geplante Programm Afrikas Wirtschaft helfen könnte, Arbeitsplätze für 400 Millionen junge Menschen zu schaffen, die in den kommenden 15 Jahren in ganz Afrika auf den Arbeitsmarkt kommen. Die afrikanischen Länder müssten Frieden, Rechtsstaatlichkeit und wirtschaftliche Stabilität erlangen, sonst würde eine regelrechte Völkerwanderung einsetzen. Müller setzt auf Investitionen statt Subventionen, damit sich die Infrastruktur und Wirtschaft in Afrika ausreichend entwickeln. »Quantensprünge sind möglich«, sagt er optimistisch. Mit nachhaltigen Projekten und fairem Handel sei eine angemessene Entwicklungszusammenarbeit für die Industriestaaten keine unmögliche finanzielle Belastung. Langfristig gebe es keine Alternative. »Globalisierung kann gerecht gestaltet werden«, ist Minister Müller überzeugt.

»Politik der Woche« mit Christian Ude ist eine Veranstaltungsreihe der Münchner Volkshochschule.

Foto: MVHS, Daniel Reiter

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