Für Deutschland?Kunstformat über Erinnerung, Demokratie und Zukunft
bisInformationen zum Festival
Was bedeutet Demokratie heute? Welche Verantwortung tragen Kunst, Erinnerung und wir alle in einer Zeit, in der rechte Ideologien wieder an gesellschaftlichem Einfluss gewinnen? Die Ausstellung „Für Deutschland?“ lädt dazu ein, diesen Fragen gemeinsam nachzugehen.
In einer Zeit, in der demokratische Werte zunehmend unter Druck geraten und gesellschaftliche Polarisierung wächst, versteht sich die Ausstellung als Ort der Begegnung, des Austauschs und der Reflexion. Sie will keine vollständigen Antworten geben oder alle Facetten von Demokratie abbilden. Stattdessen versammelt sie unterschiedliche künstlerische Perspektiven, die Denkanstöße geben, neue Fragen aufwerfen und Gespräche eröffnen.
Ausgangspunkt sind historische Ereignisse ebenso wie aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und persönliche Erfahrungen. Die Arbeiten spannen einen Bogen von Erinnerungskultur und nationalen Symbolen über Krieg und Frieden bis hin zu Migration, Identität und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Die Ausstellung
Im Saal X und auf beiden Ebenen der Münchner Stadtbibliothek in der Halle E zeigen zeitgenössische Künstler*innen, die in München arbeiten, Installationen, Skulpturen, Video-, Klang- und Performancearbeiten.
Zu sehen sind Arbeiten von
- Jonas Lewek
- Anna Knöller
- Natalia Schmidt
- Alicia Rieke
- Werk70 (Anton Kappla, Franca Klier und Yaroslava Garanda)
- Lena-K
- Gina-Marie Bross
- Anvita Jain
Jede Position setzt eigene Schwerpunkte und eröffnet einen individuellen Blick auf die Frage, wie Demokratie immer wieder neu ausgehandelt und gestaltet wird.
Initiiert wurde die Ausstellung von Kollektiv Lotse (@kollektiv_lotse), das Kunst als gesellschaftlichen Handlungsraum versteht. Die Umsetzung erfolgt in Kooperation mit der Münchner Stadtbibliothek und dem Gasteig. Ziel des Projekts ist es, Menschen durch Kunst emotional zu erreichen und einen offenen Austausch über die Herausforderungen unserer Gegenwart anzustoßen.
Das Rahmenprogramm
Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Rahmenprogramm mit Film, Workshop, Paneltalk und Performance.
- Am 4. Oktober finden ein Rap-Workshop sowie die Filmvorführung „Kein Land für Niemand“ statt.
- Ein besonderes Highlight stellt der Paneltalk „Wege in eine offene Gesellschaft“ am 7. Oktober dar. Hier diskutieren Gilda Sahebi, Anne Rabe und Dr. Britta Schellenberg, moderiert von Tuncay Acar, über Wege zur Stärkung der Demokratie.
- Die Finissage am 8. Oktober bildet den Abschluss der Ausstellung: Eine Live-Performance von Lena-K, bei der vor dem Saal X ein SS-Ehrenring eingeschmolzen wird, folgen ein Stand-up von Simon Pearce und ein DJ-Set von die_ley.