Der Neue Gasteig
Der Gasteig soll auch in Zukunft ein attraktiver, lebendiger und offener Ort für Kultur und Bildung sein. Die Sanierung des Hauses mit seinen mehr als 90.000 Quadratmetern soll den Gasteig fit für die Zukunft machen.
Europas größtes Kulturzentrum wird saniert
Ausgangspunkt für die umfassende Sanierung des Kulturzentrums sind technische Notwendigkeiten. Nach 40-jährigen Betrieb haben die meisten der über 200 technischen Anlagen im Gasteig ihre durchschnittliche Lebensdauer nicht nur erreicht, sondern in vielen Bereichen schon überschritten. Der reguläre Betrieb der Gebäude mit durchschnittlich 2 Millionen Besucher*innen im Jahr kann damit nicht mehr fortgesetzt werden. Jedes noch so kleine Ausfallrisiko bei wichtigen technischen Anlagen (wie z. B. der Sprinkleranlage) würde Teilschließungen oder die gesamte Schließung des Hauses nach sich ziehen. Bei der Prüfung verschiedener Sanierungsvarianten zeigte sich, dass die vollständige Erneuerung aller technischen Anlagen, verbunden mit einer Modernisierung und funktionalen Aufwertung des Hauses, die einzig sinnvolle Lösung ist. So wird die Chance genutzt, den Gasteig als Kulturzentrum in einer ständig wachsenden und sich wandelnden Stadt für die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte zu rüsten.
Aktuell: die nächsten Schritte
Anfang 2027 soll mit der Schadstoffsanierung das Gebäudes begonnen werden. Deswegen muss der Gasteig spätestens Ende Januar 2027 geräumt und stillgelegt – quasi baufertig – übergeben werden.
Dazu gehört, dass das ganze Haus mit seinen 90.000 Quadratmetern Fläche ab Oktober 2026 nicht nur komplett ausgeräumt, sondern die Technik zurück gebaut wird und alle Anschlüsse für Fernwärme, Strom, Wasser, Gas und Telekommunikation stillgelegt werden. Gleichzeitig startet die MRG mit der Umsetzung eines sogenannten Re-Use-Konzeptes, also dem Verkauf von noch brauchbaren Einrichtungen und Materialien aus dem Haus.
„Meine Haltung in der Gasteig-Frage ist eindeutig: Der Ort ist nicht entbehrlich, und er kann auch nicht ersetzt werden, auch nicht durch charmante Interims.“
Der Gasteig der Zukunft
Mehr Licht, mehr Luft, mehr offene Flächen
Der Gasteig öffnet sich! Im Rahmen der Sanierungspläne werden Teile der Backsteinfassade durch Glasflächen ersetzt. Die von weitem sichtbare gläserne „Kulturbrücke“ verbindet alle Gebäudeteile des Gasteig und sorgt für eine noch stärkere Vernetzung der Gasteig-Institute. Signalisiert wird: Der Gasteig ist ein offenes Haus für alle und schlägt als pulsierender Begegnungsort eine Brücke in die Stadt. Es entstehen Aktionsflächen für alle und Kulturvermittlung wird künftig eine noch stärkere Rolle in Europas größtem Kulturzentrum spielen. Der ganze Gasteig soll barrierefrei zugänglich, miteinander verwoben und durchschaubar sein. Ein buchstäblicher Höhepunkt der Sanierungspläne: Auf dem Dach der Philharmonie soll ein für alle offener neuer Aussichtspunkt hoch über der Isar entstehen. Dort wird es auch ein Dachrestaurant geben – und vor allem einen einzigartigen Panoramablick über München.
Der Neue Gasteig kompakt
Alle Infos kurz & knapp zusammengefasstSie wollen mehr erfahren?
Die Projektbeschreibung der Bauherrin MRG (Münchner Raumentwicklungsgesellschaft) gibt AuskunftSo wird der Neue Gasteig aussehen
Was steht im Fokus? Die zentralen ElementeVideo-Rundgang
Das Münchner Architekturbüro Henn zeigt im Video seine Visionen vom Gasteig der Zukunft. Der sanierte Gasteig soll für Offenheit und Transparenz stehen und als „pulsierendes Kulturherz Münchens“ weltweit Anerkennung finden. Dieser Video-Rundgang basiert auf einem 3D-Modell des Neuen Gasteig. Mit der BIM-Methode (Building Information Modeling) werden alle relevanten Bauwerksdaten digital erfasst und modelliert – für einen verbesserten Planungsprozess.
Ich stimme der Datenübermittlung zwischen meinem Browser und Vimeo zu. Mehr Informationen.
FAQs Sanierung
Offener, demokratischer, kommunikativer
Architekt Gunther Henn im Gespräch über die Neugestaltung des GasteigMeilensteine der Sanierung