War Chopin ein Wunderkind?
Vortrag von Dr. Eva Gesine Baur
Vortrag
Sa, 13.3.2010 / 18:00 Uhr / Kleiner Konzertsaal
Dr. Eva Gesine Baur
Vortrag im Rahmen der Finissage der Ausstellung »Chopin 200« vor dem Klavierabend von Jan Lisiecki, Polen/Kanada (* 1995) in der Reihe »Winners & Masters«
Mit sechs Jahren bekam Frédéric Chopin seinen ersten Klavierunterricht von einem professionellen Lehrer. Bereits ein Jahr später, 1817, wurde die erste Komposition des Siebenjährigen veröffentlich: eine Polonaise in g-Moll. In demselben Jahr noch entstand eine zweite Polonaise in B-Dur. Im Jahr darauf feierte das Warschauer Tageblatt den kleinen Chopin als »ein wahres musikalisches Genie«. Bald kursierte der Vergleich mit Mozart.
Frédérics Vater wollte sein Kind weder zu großem Ehrgeiz anstacheln, noch jenem Leistungsdruck ausliefern, den Leopold Mozart seinem Sohn zugemutet hatte. Doch Nicolas Chopin konnte nicht verhindern, dass Fréderic bald als Wunderkind gefeiert wurde.
War er wirklich ein Wunderkind wie Mozart oder Mendelssohn?
Dr. Eva Gesine Baur, Autorin der Biographie »Chopin oder Die Sehnsucht« (C.H. Beck) geht der Frage nach, welche Bedeutung diese Frage und der Vergleich mit Mozart für Chopins Entwicklung und Leben spielten. Sie eröffnet einen Einblick in die magischen frühen Jahre des genialen polnischen Komponisten und Pianisten und in die wenig bekannten Werke dieser Zeit.
(C. H. Beck, München)

