Perlen der Klassik 2010:
Klaviermagie zu 4 Händen
Klassik E
Do, 2.9.2010 / 19:30 Uhr / Kleiner Konzertsaal
€ 29,20 bis € 46,–
Naoko Fukumoto
Naoko Fukumoto und Young Ha Heon, Klavier
Zu Mozarts bedeutendsten Werken zählt die vierhändige Klaviersonate KV 497, ein für diese Besetzung unerreichtes Meisterwerk. Unter dem Einfluss Schuberts stehen die vierhändigen Kompositionen Schumanns, so auch die »Bilder aus dem Osten«: 6 Impromptus, angeregt durch eine Dichtung Friedrich Rückerts.
Franz Schubert hat seine zweite vierhändige Klaviersonate, die er für zwei klavierspielende ungarische Komtessen schrieb, als »Grand Duo« bezeichnet. Es gehört zu den bedeutendsten Kompositionen des Meisters. Schumann hat das Werk für das Arrangement einer Sinfonie gehalten. »Man hört Saiten- und Blasinstrumente, Tutti, einzelne Soli, Paukenwirbel.« Er verweist auf »große symphonische Formen« und stellt Beziehungen zu Beethovens Symphonien her.
»Wer so viel schreibt wie Schubert, macht mit Titeln am Ende nicht viel Federlesens, und so überschrieb er sein Werk in der Eile vielleicht Sonate, während es als Symphonie in seinem Kopfe fertig stand.« Felix Weingartner hat das Duo später instrumentiert und als Symphonie aufgeführt. Dennoch handelt es sich um ein originäres Klavierwerk, das die Spielmöglichkeiten des Instruments optimal ausnutzt. In wenigen Werken zeigt sich Schubert so entschieden als Meister einer vagierenden, verschleierten Harmonik wie in dieser Sonate, deren kompositorisches Problem ein stetiges Schwanken zwischen der Dur- und Moll-Region ist.
Naoko Fukumoto hat ihr Klavierstudium an der Hochschule der Künste Berlin in der Klavierklasse von Prof. Georg Sava angefangen. Im Jahr 2005 legte sie ihr Konzertexamen mit Auszeichnung an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« Berlin ab. 2004 gewann sie den 3. Preis beim Artur Schnabel Klavierwettbewerb in Berlin, den 5. Preis beim Internationalen Musikwettbewerb »Pacem in Terris« in Bayreuth und den Sonderpreis für die französische Komposition beim Internationalen Klavierwettbewerb d'Escaldes-Engordany in Andorra. Als Solistin und Kammermusikerin trat sie in Deutschland, Spanien, Japan und Korea auf, zuletzt mit großem Erfolg als exzellente Chopin-Interpretin bei den traditionellen Konzerten im Römerbad Badenweiler. Sie ist Dozentin an der Leo-Borchard-Musikschule Berlin.
Young Ha Jeon, 1982 in Seoul/Südkorea geboren, hat ihren ersten Klavierunterricht bereits im Alter von vier Jahren erhalten. Von 2000 bis 2001 hat sie bei Prof. Hyung Bae Kim und Prof. Mi Kyung Kim an der Nationalen Universität Seoul Klavier studiert, und seit 2002 studiert sie an der Hochschule für Musik »Hanns Eisler« in Berlin. Ihre dortigen Lehrer sind Prof. Brigitta Wollenweber und Prof. Georg Sava. Im März 2009 hat sie an der Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber« in Dresden mit ihrem Aufbaustudium bei Prof. Gunnar Nauck begonnen. Neben Klavierabenden in Südkorea und Berlin ist sie auch als Solistin mit dem Seoul Symphonie Orchester aufgetreten, und zuletzt im April 2010 als Solistin mit der Neuen Elbland Philharmonie. Für die Saison 2010/2011 sind zahlreiche Solorecitals geplant, darunter im Konzerthaus Berlin. Young Ha Jeon lebt derzeit in Berlin.
(RTK Kultur, Seebruck)
| Komponist | Wolfgang Amadeus Mozart |
|---|---|
| Werk | Sonate F-Dur KV 497 |
| Komponist | Robert Schumann |
| Werk | »Bilder aus dem Osten« op. 66 |
| Komponist | Franz Schubert |
| Werk | Grand Duo op. 140 |

