Mode der Renaissance – Vom bunten Schlitzärmel zum strengen Mühlsteinkragen
Vortrag
Do, 3.5.12 / 19:00 Uhr / 3. OG, Raum 3140
€ 7,– (auch mit MVHS-Card)
Vortrag von Dr. Sabine Klug-Tuormaa
In kaum einer anderen Epoche ist Europa derart von Umwälzungen, Reformen und Gegenreformen geprägt wie in der Renaissance – kein Wunder, dass sich dies auch in einer höchst vielfältigen Mode niedergeschlagen hat. Im ausgehenden 15. Jahrhundert ist Italien modisch tonangebend. Ganz im Sinne des Humanismus sind Bewegungsfreiheit, mäßig eng geschnürte Mieder und bequeme Hosen für Männer charakteristisch. In Deutschland ist die Kleidung um 1500 schlichter und geprägt vom Geist der Reformation. Im Gegensatz dazu steht die spanische Hofmode, die mit schweren, dunklen Stoffen, strengen Korsetts, Reifröcken und Mühlsteinkrägen die Gegenreform geradezu versinnbildlicht. Um 1600 erfährt die Hoftracht eine beispiellose europaweite Ausdehnung. Von dieser Strenge und Düsternis wird sich Europas Mode erst im Barock erholen.
(MVHS) EG 8020 E

