Gasteig – Kultur für München

Ausstellung:
»Urwald und Mangroven, die unendliche Vielfalt der Natur« – Aquarelle des kolumbianischen Malers César Bertel

Ausstellung
Mi, 25.8.2010 – Fr, 3.9.2010 / 08:00–23:00 Uhr / Glashalle, 1. OG

Ausstellung: 
»Urwald und Mangroven, die unendliche Vielfalt der Natur« – Aquarelle des kolumbianischen Malers César Bertel

Kolumbien erklärte vor 200 Jahren seine Unabhängigkeit. Aus diesem Grunde organisiert der Deutsch-Kolumbianische Freundeskreis e. V. mit Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München eine Reihe von kolumbienbezogenen Veranstaltungen. Zu diesen gehört die beeindruckende Ausstellung der Aquarelle des kolumbianischen Meisters César Bertel. Zusammen mit dieser Ausstellung wird auch eine Sammlung von Molas der Kuna Indianer gezeigt.

César Bertel malt in großen Formaten (z. B. 150 x 300 cm) insbesondere die Pflanzenwelt des kolumbianischen Urwalds. Geboren 1957 in Cartagena de Indias, Kolumbien, war er nach dem Studium von Jura und Politischen Wissenschaften bis 2003 für die kolumbianische Ölgesellschaft ECOPETROL in verschiedenen Projekten tätig und verbrachte lange Zeit in den Urwaldgebieten Kolumbiens. Die dabei gewonnenen tiefen Eindrücke der Pflanzen- und Tierwelt des tropischen Regenwalds verarbeitet César Bertel in seinen ausdrucksstarken Aquarellen. Seine farbenprächtigen Werke mit ihren Lichteffekten und ihrer geradezu spürbaren Vitalität lassen vor den Augen des Betrachters die überwältigende tropische Natur der selvatischen Gebiete Kolumbiens am Amazonas, am Putumayo und im Chocó geradezu physisch entstehen und ziehen in den Bann. Man vermeint, die einzigartige tropische Atmosphäre einschließlich ihrer Geräusche, Gerüche, ihres Schweigens, ihrer Unheimlichkeit, inmitten von Mangroven und taufrisch kristallklarem Wasser zu spüren.

Molas, der im Grenzgebiet zwischen Kolumbien und Panamá, sowie auf den vorgelagerten San Blas Inseln lebenden Kuna Indianer, sind traditionelle kunsthandwerkliche Textilarbeiten. Sie bestehen aus bunten Stoffteilen, die in mehreren Lagen miteinander vernäht werden und durch Heraustrennen und Umnähen von einzelnen Flächen Motive ergeben, die häufig der Welt der Mythen und Legenden der Indianer entstammen. Die Kuna-Frauen tragen Blusen mit auf der Vorder- und der Rückseite aufgenähten Molas. Die Qualität der Molas ist unter anderem gekennzeichnet durch die Anzahl der verwendeten Stofflagen, die Feinheit der Nähstiche und die Gleichmäßigkeit und Größe der ausgeschnittenen Teile des Bildes. Gezeigt wird eine Kollektion von ausgewählten Molas, die von der Eigentümerin in Jahrzehnten in Kolumbien gesammelt worden sind.

Begleitveranstaltungen im September:

3.9., 19.00 Uhr: Finissage der Ausstellung unter Anwesenheit des Aquarellmalers César Bertel (Glashalle, 1. OG)
4.9., 16.00 Uhr: Vortrag »200 Jahre Malerei in Kolumbien« (Raum 0.131)
4.9., 20.00 Uhr: »Kolumbianischer Folkloreabend« (Black Box)
11.9., 13.00 – 18.00 Uhr: Eigene Bilder malen unter Anleitung von César Bertel (Raum 0.131)

(Deutsch-Kolumbianischer Freundeskreis e. V., München)

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