Wenn Sie den Gasteig in Richtung Wiener Platz verlassen, entdecken Sie ...
Haidhausen

Haidhausen gestern
Gleich hinter dem Gasteig beginnt der Stadtteil Haidhausen. Er wird begrenzt von der Einsteinstraße im Norden, dem Ostbahnhof im Süden und der Rosenheimer Straße im Südwesten. Bei einem Spaziergang durch das Viertel mit seinen verwinkelten Gassen werden Sie eingeholt von der Romantik längst vergangener Zeiten.
Im 19. Jahrhundert lebten hier in einfachen Herbergen Handwerker- und Tagelöhnerfamilien. Der alte Dorfkern mit der Kirche und dem Kriechbaumhof, einer alten Herberge in der Preysingstraße, verleihen dem Stadtteil heute noch einen Hauch ländlichen Charakters.
»Das Franzosenviertel«
Das Quartier westlich vom Ostbahnhof wird im Volksmund auch »Franzosenviertel« genannt und erhielt seine Straßennamen nach dem Deutsch-Französischen-Krieg von 1870/71. Im streng geometrischen Grundriss entstanden bis zur Jahrhundertwende einheitlich gestaltete, gründerzeitliche Mietshäuser. Sie blieben vor größeren Schäden während des Zweiten Weltkrieges bewahrt und strahlen deshalb noch heute den Charme der wilhelminischen Zeit aus.
Haidhausen heute
In den letzten Jahrzehnten hat sich Haidhausen sehr verändert. Zunächst entdeckten in den 1970er Jahren Aussteiger, Alternative und Künstler das Viertel, die dort preisgünstigen Wohn- und Arbeitsraum fanden. Gründerzeitliche Fassaden wurden zunächst vereinzelt und dann immer mehr renoviert.
Inzwischen hat sich Haidhausen zu einer schicken Adresse gewandelt, wo man tagsüber in Second-Hand-Läden, vornehmen Boutiquen und Galerien, in Supermärkten oder Ökoläden ein breites Angebot finden kann. Und auch nachts ist das Viertel sehr lebendig. Dafür sorgt das vielfältige Angebot an Jazz- und Kabarettkneipen sowie originellen Szenecafés.
Wenn Sie sich näher für die Geschichte Haidhausens interessieren, lohnt sich ein Besuch im Haidhausen Museum, das sie ebenfalls in wenigen Minuten Fußmarsch vom Gasteig aus erreichen können.

